Deine Schönheit…. und die kleine Geschichte von den zwei Schüsseln

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quelle: pixabay

Zum Wochenausklang möchte ich euch eine Geschichte, die in Wahrheit ein Gleichnis ist :-), erzählen. Sie hat mein Herz berührt und vielleicht berührt sie DEIN Herz auch :-). Also Herz auf und los geht’s :-):

Es war einmal eine alte Frau, die zwei große Schüsseln hatte, die von den Enden einer Stange baumelten, die sie über ihren Schultern trug. Eine der Schüsseln hatte einen Sprung, während die andere makellos war und stets die volle Portion Wasser fasste. Am Ende der langen Wanderung vom Fluss zum Haus der alten Frau war die andere Schüssel jedoch immer nur noch halb voll.

Zwei Jahre lang geschah dies täglich: Die alte Frau brachte immer nur anderthalb Schüsseln Wasser mit nach Hause. Die makellose Schüssel war sehr stolz auf ihre Leistung, aber die arme Schüssel mit dem Sprung schämte sich wegen ihres Makels und war betrübt, dass sie nur die Hälfte dessen verrichten konnte, wofür sie gemacht worden war. Nach zwei Jahren, die ihr wie ein endloses Versagen vorkamen, sprach die Schüssel zu der alten Frau:

„Ich schäme mich so wegen meines Sprungs, aus dem den ganzen Weg zu deinem Haus immer Wasser läuft.“ Die alte Frau lächelte. „Ist Dir aufgefallen, dass auf deiner Seite des Weges Blumen blühen, aber auf der Seite der anderen Schüssel nicht? Ich habe auf Deiner Seite des Pfades Blumensamen gesät. Nun gießt Du sie jeden Tag, wenn wir nach Hause laufen. Zwei Jahre lang konnte ich diese wunderschönen Blumen pflücken und den Tisch damit schmücken. Wenn Du nicht genauso wärst, wie Du bist, würde diese Schönheit nicht existieren und unser Haus beehren.“

Kennt ihr das Gefühl eine Schüssel mit Sprung zu sein, vermeintlich „ungenügend“ zu sein? Wie schön ist es, den Fokus von der so gefühlten Unzulänglichkeit zu verlagern und mit unserem Herzen, mit all unseren Sinnen unser Sein, unsere Begegnungen und unser Umfeld wahrzunehmen. Schönheit nehmen wir oftmals erst wahr, wenn wir uns vom „Tunnelblick“ lösen und unseren Blick weiten.

Mittlerweile liebe ich die Sprünge in meiner „Schüssel“, und ich habe zahlreiche ;-). Da halte ich es so wie die Japaner mit ihren Teekannen – je älter und gebrauchter um so wertvoller sind sie :-).

Ehren wir unsere Sprünge. Veredeln wir sie, indem wir uns liebevoll annehmen und die Sprünge uns nicht zerstören, sondern immer einzigartiger werden lassen. Wer weiß, wo unsere wahrhaftigen Impulse ankommen und welch Schönheit sie hervorbringen (klick! Herz auf und Boxen an) :-).

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