Bist Du deine eigene beste Freundin, dein eigener bester Freund?

quelle: pixabay
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Kürzlich habe ich ein Interview mit Prof. Wilhelm Schmid gelesen. Es ging dabei um die Frage, was darüber entscheidet, wieviel Selbstvertrauen ein Mensch hat. Er sagte, ich zitiere: „Die Frage, wie gut ich mein eigener Freund sein kann. Selbstvertrauen hat mit Selbstbefreundung zu tun. …. Nehme ich meinen Körper mit all seinen Schwächen und Stärken an? Kann ich mit meinen Gefühlen befreundet sein, mit all meinen Gedanken – auch, wenn sie negativ sind? Wenn Eifersucht, Neid oder Zorn in mir toben? Je besser mir dies gelingt, umso mehr Selbstvertrauen besitze ich.“ Welch wunderbare Impulse, nach deren Umsetzung ich täglich strebe ;-).

Vielleicht kennt ihr das auch – wir verlangen uns oftmals sehr viel ab, gehen über unsere Grenzen ohne es zu fühlen, geschweige denn, eine bewusste Wahl zu treffen. Meinen unter Umständen, wir müssten so „funktionieren“ und sind obendrein noch wütend auf uns selbst, wenn es nicht so klappt wie erwünscht. Oftmals merken wir erst im Nachhinein, wenn uns etwas zu viel war.

Wie wäre es, wenn wir öfter einmal inne halten – auch mehrmals täglich – in uns hinein lauschen und unsere Empfindungen (körperlich, emotional), auch unsere Gedanken ganz bewusst wahrnehmen? Ohne sie direkt zu bewerten? Spüren, wo wir gerade stehen, wie wir uns fühlen? Was uns nun aus dem Herzen entspricht zu tun, was wahrhaftig Priorität hat, Sinn macht zu tun oder es einfach SEIN zu lassen? Einfach alle Erwartungen los lassen und erlauben, dass sich unseren wahren Bedürfnisse zeigen, ohne Schminke und Masken? Vielleicht könnt ihr es schon beim Lesen spüren – es entspannt direkt, sich auf das Nächstmögliche zu konzentrieren und dies im eigenen Rhythmus umzusetzen. Was ist Hier und Jetzt möglich? Es könnte außerdem sein, wir stellen fest – einer guten Freundin oder einem guten Freund würden wir schon sehr viel eher zu einem ehrlichen, liebevollen und achtsamen Umgang mit sich selbst geraten haben :-).

Aus Annahme ensteht Vertrauen. Aus diesem Vertrauen heraus entfalten sich die wundervollsten Gaben, die in uns nur darauf warten entdeckt und gelebt zu werden. Dieses unbezahlbare Geschenk können wir uns selbst und damit auch anderen machen. Denn wenn ich mich selbst annehme, kann ich auch andere annehmen. Wenn ich mir selbst vertraue, dann ist es sehr viel leichter, auch anderen zu vertrauen.

Meine 5-jährige Nichte hatte letzte Woche ihren ersten Vorschultag. Voller Freude erzählte sie mir: „Ich habe vier neue Freundinnen. Nein, FÜNF! Ich habe ja mich selbst auch als Freundin.“

Es hilft oftmals schon, wenn wir die Welt mit dem reinen Herzen eines Kindes sehen :-). Ich wünsche uns eine reiche, herzliche, vertrauensvolle Woche :-).

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6 Gedanken zu “Bist Du deine eigene beste Freundin, dein eigener bester Freund?

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