Windgeschenke

quelle: pixabay
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Heute war (oder vielmehr ist ja immer noch, nur die Sonne hat sich schlafen gelegt) wieder einer dieser „Frühlingstage“ im November :-). Die Sonne wärmt den Körper bis in die Knochen durch. Und es duftet…. Habt ihr schonmal inne gehalten und den Geschichten gelauscht, die der Wind erzählt? Seinen Duft in euch aufgesogen?

Manchmal erzählt er mir vom Meer, von schroffen Felsen, an denen die Gischt sich prustend bricht… Er erzählt mir von der Wüste und ihrem heißen Sand. Er erzählt mir von der Stille, die er in seinem Zentrum trägt. Dann wieder erzählt er von Freude, ausgelassenen Tänzen, steckt sogar die Blätter an, die wild wirbelnd mit ihm tanzen. Und hier erzählt der Wind auch immer mal wieder sehr herb von der Bschütte 😉 (im bayerischen auch Odel oder Gülle genannt, bin ich froh, es gibt hier ein Allgäuer Wörterbuch :-)…).

Eine ganz besondere Frau, die Schriftstellerin Hilde Domin, nimmt uns mit auf die Reise, wenn sie zärtlich Wortbilder in ihrem Gedicht „Windgeschenke“ in die Luft schwingt und sanft in die Welt pustet :-). Träumt euch fort, lasst euch vom Wind seine Geschichten erzählen und euch an einen geheimen Ort tragen….

„Die Luft ist ein Archipel von Duftinseln. Schwaden von Lindenblüten und sonnigem Heu, süß vertraut, stehen und warten auf mich als umhüllten mich Tücher, von lange her aus sanftem Zuhaus von der Mutter gewoben.

Ich bin wie im Traum und kann den Windgeschenken kaum glauben. Wolken von Zärtlichkeit fangen mich ein, und das Glück beißt seinen kleinen Zahn in mein Herz.

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