Singen ohne zu hören

Heute möchte ich die sehr berührende Geschichte von Mandy Harvey mit euch teilen. Sie singt ihre eigenen Lieder – ohne hören zu können. Sie verlor ihr Gehör im Alter von 18 Jahren. Nun hat sie gelernt mit ihrem Körper zu „hören“ und geht unbeirrt ihren Weg. Eine sehr beeindruckende, inspirierende junge Frau, die uns vorlebt was geschehen kann, wenn wir an unsere Träume glauben und in uns hinein lauschen!

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8 Gedanken zu “Singen ohne zu hören

  1. Was für eine unglaubliche Geschichte. Danke dafür. Gewisse Parallelen zu Evelyn Glennie sind erkennbar (beispielsweise das Erspüren über die Füße). Was mich aber besonders überrascht, ist, dass Mandy nicht ’nur‘ ein Instrument spielt, sondern singt. Und zwar nicht nur mit einer wunderschönen Stimme, sondern mit lupenreiner Tonhöhe. Phänomenal.
    Interessanterweise habe ich diese Woche an einer Blogparade über Lieblingsgeräusche teilgenommen. Vor dem Hintergrund dieser Geschichte werden diese Lieblingsgeräusche noch wertvoller. Der Clou kommt aber in Teil II der Parade. Da wird es um Geräusche gehen, die man nicht ausstehen kann. Wer die Erfahrung der Gehörlosigkeit gemacht hat, würde wahrscheinlich auch Lärm mit anderen Ohren hören.
    Erinnert mich an Big Yellow Taxi von Joni Mitchell:
    Don’t it always seem to go
    That you don’t know what you’ve got
    Till it’s gone

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    1. Ganz herzlichen Dank für Deine mitlebenden und -fühlenden Eindrücke. Ich finde Mandy auch einfach phänomenal! Evelyn Glennie kenne ich noch nicht, werde ich mir auf youtube angucken! Danke für den Impuls! Wann startet denn Teil II dieser spannenden Hörparade? Mit Klängen ist es, wie mit vielen Dingen im Leben – es kommt sehr auf die Perspektive an. Auf ein offenes Herz und Flexibilität. Der Dankbarkeit die Dinge, Begegnungen, Geschenke im Hier und Jetzt freudig Aufmerksamkeit zu schenken und zu würdigen. Hab‘ einen fantastischen Wochenstart 🙂

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      1. Herzlichen Dank. 🙂 Von Evelyn Glennie hört man nicht mehr so viel wie in ihren Anfängen als Musikerin. Und das ist insofern positiv, weil sie eben als ganz normale Musikerin wahrgenommen wird.
        Teil II der Hörparade hat gestern begonnen: https://mutterchaos.wordpress.com/2016/03/06/blogparade-hassgeraeusche/ Ich werde mir für den eigenen Beitrag allerdings noch ein kürzliches Weilchen Zeit lassen.
        Das stimmt, die Perspektive ist entscheidend. Und manchmal ist es allerdings, durch die Umstände bedingt, eine steinharte Herausforderung, eine ‚unterbelichtete‘ Perspektive etwas aufzuhellen. 😉

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      2. Ja, es ist positiv, wenn sich die Wahrnehmung verändert, die Wertschätzung an die Stelle der „Sensationslust“ tritt. Ich habe gerade Deine Lieblingsgeräusche genossen :-). So wundervoll und geräuschliebevoll beschrieben! Ganz speziell wiedergefunden habe ich mich in der Liebe zum Geräusch des Zeichnens. Ich könnte stundenlang zuhören. Es hat etwas wunderbar Zärtliches. Ich freue mich schon auf Deinen nächsten Beitrag :-). Ich stimme Dir völlig zu – Perspektiven zu durchlichten kann unter Umständen eine ziemlich steinharte Herausforderung sein. Wenn’s vielleicht dabei so dunkel ist, dass man das eigene Licht kaum noch erkennt.

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      3. Vielen Dank. Die Lieblingsgeräusche – das war natürlich eine echte Herzensangelegenheit. Der unvergleichliche Wohlklang des Zeichnens. 🙂 Ja, Zärtlichkeit schwingt da auch mit – deshalb hat es eine ganz andere Klangqualität als Kritzeln.
        Der zweite Teil der Blogparade – die so genannten Hassgeräusche – werden da schon schwieriger. Klar, Lärm ist lästig – aber oft hat er ja eine begründete Ursache. Dennoch. Etwas Passendes wird mir schon einfallen. 🙂
        Ein zusätzliches Problem beim Durchlichten – je mehr das eigene Licht abnimmt, desto langsamer vergeht die Zeit. Tage und Wochen werden zu gefühlten Ewigkeiten…

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      4. Das es Dir eine Herzensangelegenheit war schwingt in jedem Wort Deiner Ode an die Lieblingsgeräusche mit :-). Freue mich schon auf den zweiten Teil der Blogparade und bin gespannt, was da so aus Dir heraus fließt :-). Auch Berechtigtes kann sehr belastend sein. Der Umgang damit und oftmals auch der Zeitpunkt spielen wohl eine große Rolle… Oh da hast Du so recht, mit dem abnehmenden Licht und dem Verlauf des Raum-Zeit-Gefüges :-). Deshalb ist es so wichtig, das eigene Licht nicht zu verlieren, sondern sich auf die nie versiegende Quelle zu beziehen, aufzutanken und natürlich gut darauf zu achten, wohin ich mein Licht beim Durchlichten gebe 😉

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      5. Bei den ungeliebten Geräuschen ist nun nicht unbedingt eine Ode daraus geworden. 🙂
        Auch Berechtigtes kann belastend sein – wie wahr. Vor allem auch, wenn die einen die grundsätzliche Sinnhaftigkeit ihres Tuns als Freipass für Rücksichtslosigkeit betrachten und die anderen die Berechtigung dieses Tuns grundsätzlich in Frage stellen.
        Auftanken ist elementar wichtig – nicht nur hin und wieder in großem Maßstab. Auch die täglichen kleinen Oasen sollte man nicht geringschätzen.

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