Geduld

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quelle: pixabay

Man muss den Dingen

die eigene, stille ungestörte Entwicklung lassen,

die tief von innen kommt und durch nichts gedrängt

oder beschleunigt werden kann,

alles ausgetragen ist – und dann gebären…

Reifen wie ein Baum

der seine Säfte nicht drängt

und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,

ohne die Angst,

dass dahinter kein Sommer kommen könnte.

Er kommt doch!

Aber er kommt nur zu den Geduldigen, die DA sind,

als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,

so sorglos, still und weit…

Man muss Geduld haben mit dem Ungelösten im Herzen

und versuchen, die Fragen selbst lieb zu haben,

wie verschlossene Stuben und wie Bücher,

die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind.

Es handelt sich darum,

alles zu leben.

Wenn man die Fragen lebt,

lebt man vielleicht allmählich,

ohne es zu merken, eines fremden Tages

in die Antwort hinein.

Rainer Maria Rilke

 

Wenn ihr diese tief wirkenden, weisen Worte aktiv umsetzen wollt, dann kann ich euch die Meditation „Herzensräume säubern“ (einfach drauf klicken) sehr ans Herz legen :-). Die Qualität der Aufnahme ist nicht berauschend, aber die Worte sind durchaus verständlich. Auf die Geduld :-).

 

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Gute Nachrichten

Die Schreckensnachrichten häufen sich und stellen uns vor viele Herausforderungen. So folge ich nun meinem Impuls, diesem Leid stärkende Gedanken an die Seite zu stellen und diese mit euch zu teilen.

Letzten Sonntag war ich in München auf einem Konzert im Brunnenhof. Lange wurde diskutiert, ob dieses Konzert überhaupt stattfinden könne. Die Dirigentin fand stärkende und zu Herz gehende Worte. Sie sagte sinngemäß, dass Musik ein Ausdruck der Seele ist, die Leid und den Schmerz tröstend in ihre Arme nimmt. Aus diesem Grund fand das Konzert statt und in jedem gespielten und gesungenen Ton spiegelte sich Mitgefühl, Liebe und die Freude am Leben – mit all seinen Facetten – wider. Wir können den Schmerz, den Schock, die Trauer und das Leid nicht ungeschehen machen, aber wir können das uns Mögliche tun.

Wir können unsere eigenen Ängste und damit die Ängste und Emotionen die gerade kollektiv durcheinander schwingen liebevoll an die Hand nehmen. Ihnen einen geschützten und heilsamen Raum geben, damit wir nicht in diesen unerlösten Emotionen  stagnieren, sondern Heilung möglich ist. Gerade wenn Worte nicht mehr ausreichen oder gar fehlen, kann Musik ein Weg sein.

Auch in der Ukraine machen sich Hunderttausende, manche sprechen auch schon von über eine Million Menschen, auf den Weg. Für FRIEDEN und LIEBE! Sie singen und beten auf ihrem Marsch nach Kiew. Sie zeigen, dass sie genug von Krieg und Leid haben und verleihen dieser klaren Haltung friedvoll Ausdruck.

Wie würde unsere Welt aussehen, wenn wir uns alle auf den Weg machen, für FRIEDEN und LIEBE? Jeder hat natürlich seinen eigenen Weg, eine eigene Form des Ausdrucks. Die innere Haltung ist ausschlaggebend. Der Wunsch im eigenen Sein für Frieden und Liebe einzustehen, sie zu leben und zu verkörpern ist die Ebene auf der wir uns alle – unabhängig von Konfession oder Herkunft – friedlich begegnen können.

Hier findet ihr ein Video vom Friedensmarsch in der Ukraine:

Lasst euch verzaubern von den Klängen, die am Sonntagabend den Brunnenhof sowie die lauschenden Menschen im Herzen berührt und verzaubert haben:

Sommernachtstraum, Ouverture Op. 21

Solveig’s Song

Freie Wahl

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Ich möchte heute sehr gerne meinen Seelenimpuls mit euch teilen. Die heutige „Volle Mondin“ lädt uns ein, unsere Prägungen zu überprüfen. Was können wir loslassen, erlösen, was ist wahrhaftig, was ist Trug und Illusion? Welche Masken und Filter kann ich erkennen und brauche ich sie noch? Die Antworten auf diese Fragen finden wir in uns selbst – in der untrennbaren Verbindung zu unserem Herzen und unserer Seelenführung. Dieses Bewusstsein stärkt uns, lässt uns über die Begrenzung unseres Verstandes und unserer Erfahrungen hinaus wachsen, hilft uns Illusion (das was in der Trennung vom Göttlichen existiert) von Wahrhaftigkeit zu unterscheiden. Es hilft uns, eine „Diagnose“ zu stellen, um so liebevolle Heilung zu erfahren.

Das Chaos, der Schmerz kann uns zerschmettern. Sie können uns aber auch unsere schmerzhaften Resonanzpunkte zeigen, die wir liebevoll annehmen dürfen. In uns selbst heilen dürfen. Diese Annahme trägt „automatisch“ zur Heilung kollektiver Felder bei. Und – es befreit uns aus der gefühlten Ohnmacht dessen, was uns gerade global „widerfährt“. Wir können ganz aktiv und bewusst die Heilung mitgestalten, indem wir mit uns und in uns selbst beginnen. Es macht einen großen Unterschied, ganz sicher!

„Angst – trennt. Angst trennt unsere Seelen. Angst lähmt und vernebelt die Sicht. Nicht-Liebe dringt ein und übernimmt – Manipulation glänzt wie Gold.

Unüberwindbar scheinen die Gräben zu sein, die der Lauf der Geschichte in unsere Leben gegraben hat. Verwüstet das Feld des Lebens.

Liebe ist die einzige Antwort.
Liebe die zusammenfügt
Liebe die heilt
Liebe die achtsam wahrnimmt was IST – ohne Schönung, ohne Masken. Liebe die Wahrhaftigkeit schätzt, als Höchstes Gut in dieser angstbesetzten, schweigenden und doch so lauten Welt.

Wo wären wir ohne die Liebe? In Dunkelheit, gefangen in der Illusion der Trennung. Getrennt von der Liebe, der Quelle allen Seins.

Liebe strömt hinein und breitet ihre liebevollen Flügel aus – Umarmt alles was IST. Hebt es empor ins Bewusstsein. Klarheit erhellt die dunklen Tiefen.

Verantwortung folgt – „Antworte Dir selbst und handle weise“ ist was die Liebe sagt. „Frei ist Dein Wille zu sehen was ist. Frei ist Dein Wille zu tun, was Du für erstrebenswert empfindest. Dein Leben ist reich an Impulsen, es steht Dir frei sie in Dein Herz zu nehmen, sie zu umarmen in Dankbarkeit und Liebe.

Frei ist auch Dein Wille weg zu sehen. Frei ist Dein Wille, Dir nicht zu antworten. Stumm zu werden, zu erstarren in Dir – das Getrennt-Sein zu leben.“

Wähle selbst. Wähle weise.“

Hier könnt ihr in ein unterstützendes Klangbild eintauchen (es ist sehr erfrischend, versprochen 🙂 ):

Worte….

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….die zu Gebeten werden und Klangmuster in die Welt weben.

Worte sind ein machtvolles Instrument der Schöpfung. „Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott. Und Gott war das Wort.“ Oder: „Und Gott sprach: es werde Licht! und es ward Licht.“ Nicht nur in der Bibel finden wir diese Aussage als Auftakt zur Schöpfungsgeschichte. Auch die Veden stellen einen klangvollen Bezug zur Schöpfung her: „Am Anfang war Brahma und das Wort war bei ihm.“

Auch indigene Völker gehen davon aus, dass alles was ist dem Klang entspringt. Seit jeher wird mit Klang geheilt – in den Ein-Klang gebracht. Ob nun bei den alten Ägyptern oder Persern die wahrhaftige Klangexperten waren, oder in neuerer Zeit in unseren Breitengraden z. Bsp. Hildegard von Bingen – Heilung mit Klang spielt eine essentielle Rolle. Auch indianische Schamanen arbeiten mit den „5 Schwingungen“. Sie gehen davon aus, dass es im Erdinneren Klangkammern gibt, die alle Wesen auf der Erde in Schwingung versetzen und sie so in Ein-Klang bringen. Ein-Klang ist mit Heilung gleichzusetzen. Im indigenen Verständnis ist Schönheit mit dem Heil-Sein, Vollständig-Sein und damit Gesund-Sein gleichzusetzen.

Warum heißt unser das Universum „Uni-versum“? Eine Übersetzung lautet: ein Vers – ein Lied! Oder Person? Eine Möglichkeit ist: per sonare – hindurch klingen, hindurch tönen.

Man könnte noch zahlreiche Beispiele anführen, um  zu verdeutlichen wie alt das tiefe Wissen um die schöpferische Kraft des Klanges ist.

Was können wir für uns daraus ableiten? Wenn der Klang meines Seins maßgeblich zur Schöpfung beiträgt und alles über Klangfrequenzen miteinander verbunden ist, was kann ich ganz persönlich zur Schöpfung meiner Realität beitragen? Und welche Auswirkung hat wiederum meine innere Ordnung oder Unordnung, die unweigerlich Realitätsebenen erschafft? Wie kohärent sind meine Gedanken, Gefühle, Worte und Taten? Wieso ist diese Kohärenz essentiell? Info’s zu diesen Zusammenhängen findet ihr meinen Beitrag „Was ist Kohärenz?“ (einfach klicken).

Jetzt muss ich die Kurve bekommen, zu meinem ursprünglichen Gedanken :-). Was ist, wenn aus Worten Gebete – heilige oder heilmachende Worte –  werden? Die bereits unzählige Male gesprochen sind und gesprochen werden. Welche Auswirkungen haben diese Klangmuster in uns? Wie gehen wir in Resonanz? Wie prägen sie uns? Ich möchte diese Fragen am „Vater-Unser“ reflektieren. Das kennen wir alle mehr oder weniger in folgender Form:

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Kennt ihr auch die Urform dieses Gebets aus dem Aramäischen? Ich möchte sie euch hier vorstellen:

Abwun d’baschmâjaOh du, atmendes Leben in allem. Ursprung des schimmernden Klanges, Du scheinst in uns und um uns, selbst die Dunkelheit leuchtet, wenn wir uns erinnern.

Nethkâdasch schmachHilf uns einen heiligen Atemzug zu atmen, bei dem wir nur Dich fühlen und Dein Klang in uns erklinge und  uns reinige.

Tete malkuthachLass Deinen Rat unser Leben regieren und unsere Absicht klären für die gemeinsame Schöpfung.

Nehwe tzevjânach aikâna d’bwaschmâja af b’arha Möge der brennende Wunsch Deines Herzens Himmel und Erde vereinen durch unsere Harmonie.

Hawvlân lachma d’sünkanân jaomâna Gewähre uns täglich, was wir an Brot und Einsicht brauchen: das Notwendige für den Ruf des wachsenden  Lebens.

Waschboklân chauben (wachtahen) aikâna daf chnän schvoken l’chaljabenLöse die Stränge der Fehler, die uns binden, dass wir loslassen, was uns bindet an die Schuld anderer.

Wela tachlân l(ei)’nesjuna ela patzân min bischaLass oberflächliche Dinge uns nicht irreführen, sondern befreie uns von dem, was uns  zurückhält.

Metol dilachie malkutha wahaila wateschbuchta l’ahlâm almin. AmenAus Dir kommt der allwirksame Wille, die lebendige Kraft zu handeln, das Lied, das alles verschönert und sich von Zeitalter zu Zeitalter erneuert. Wahrhaftige Lebenskraft diesen Aussagen! Mögen sie der Boden sein, aus dem alle meine Handlungen erwachsen. Besiegelt im Vertrauen und Glauben. Amen.

Ihr dürft gerne selbst in euch nachspüren, welche Resonanzen diese Gebete jeweils in euch hinterlassen.

Wer sich tiefer vom „Abwun d’baschmâja“ (die Schreibweise variiert und da ich absolut keine Expertin im Aramäischen bin, habt bitte Nachsicht) berühren lassen möchte, kann hier ins Klangbad eintauchen: