Weisheit…

 

….ist Poesie, die im Geiste singt.

Khalil Gibran

Advertisements

Spielen

autumn-165184_640
quelle: pixabay

Diesen Beitrag muss ich unbedingt mit euch teilen! Einer meiner „Lieblingswissenschaftler“ Prof. Dr. Gerald Hüther ist hier im Interview zum Thema „Ohne Spiel keine Kreativität“ zu genießen. Er spricht über die Wichtigkeit des freien Spielens. Was geschieht im Gehirn und welche Auswirkungen hat es, wenn wir unseren Kindern sowie auch uns selbst das zweckfreie Spielen – ohne ein fixiertes Ziel zu haben – erlauben? Ich kann mich noch sehr gut an meine Zeit in der Kinderbetreuung erinnern – da waren Blätter, Stöcke, Steine, Erde, ein bisschen Wasser einfach das GRÖßTE :-). So wurde aus dem „Englischen Garten“ in München ganz schnell der „Engelgarten“ :-).

Spannende Erklärungen und Hintergründe zum Thema erfahrt ihr in den nächsten 23 Minuten hier:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2838534/Ohne-Spiel-keine-Kreativitaet#/beitrag/video/2838534/Ohne-Spiel-keine-Kreativitaet

 

 

 

Verletzlichkeit

dandelion-843362_640
quelle: pixabay

“Verletzlichkeit ist nicht Schwäche. Ich definiere Verletzlichkeit als emotionales Risiko, ausgeliefert sein, Unsicherheit. Sie treibt unser tägliches Leben an. Und ich glaube jetzt – das ist mein zwölftes Jahr in dieser Forschungsrichtung – dass Verletzlichkeit unser genauestes Maß von Courage ist – verletzlich zu sein, uns erkennen zu geben, ehrlich zu sein.”

Brené Brown

Dieses Zitat von Brené Brown hat mich inspiriert, über das Thema Verletzlichkeit zu schreiben, das mich von Anbeginn meines Lebens begleitet und beschäftigt. Es braucht sehr viel Mut zu sich selbst zu stehen und „Ja, das bin ich auch“ zu den eigenen Schmerzpunkten zu sagen. Denn  man zeigt seine Wunde und liefert sich seinem Gegenüber aus. Vielleicht schämt man sich für diese Wunde oder hat Angst, das Gegenüber schlägt nochmals in die Wunde. Man begibt sich in unsicheres Gewässer, denn man weiß ja nicht wie das Umfeld darauf reagiert, wenn man seine Verletzlichkeit zeigt. Gerade wenn man  Tabuthemen verkörpert, kann das Umfeld mit Überforderung reagieren.

Bei all der Unsicherheit die lauert, ist jedoch durch die Selbstannahme tiefe Heilung möglich. Wenn ich zu mir stehe – auch zu einer vermeintlichen Schwäche, einem Fleck, einer Narbe – dann kann eine tiefe Transformation stattfinden und wahrhaftige Stärke und Kraft entstehen. Für mich war es eine extreme Erleichterung mir selbst zu ERLAUBEN Angst oder Schmerz zu empfinden. Sie als Teil meiner Geschichte zu würdigen und diesen Aspekten eine Daseinsberechtigung in mir zu schenken. Unabhängig davon, was mein Umfeld denkt. Für mich ist die Frage: wie gehe ich damit um? essentiell. Die daraus entstehende Selbst-ver-antwort-ung (für mich: schenke Dir selbst eine Antwort) ist unendlich befreiend.

Schmerz gebiert Schmerz, wenn ich diesen unterdrücke. Zusätzlich trenne ich mich von der Liebe zu mir selbst. Ich lehne mich ab, nehme mich, meine Grenzen und Bedürfnisse nicht oder nur verschwommen wahr. Wenn ich mich selbst nicht liebe, wie kann ich andere lieben? Wir alle sind Lernende. Sich den Ängsten und Schmerzen zu stellen, die „Päckchen“ zu öffnen, die wir mitgebracht haben, ist Teil unserer Lektionen.

Wenn ich diesen „Schatten-Päckchen“ ausweiche, sie in der Ecke liegen lasse und nicht beachte, dann sind sie immer noch da! Sie nehmen Raum ein, blockieren vielleicht sogar mein Potential, den Fluss meiner Lebensenergie. Allein die Selbstannahme, gerade auch die Annahme der weniger angenehmen  Seiten unseres Seins ist essentiell, wenn ein Wandel geschehen soll. Die Liebe fließt immer auch dorthin, wo etwas noch nicht in der Liebe ist und macht es sichtbar. Das Wesen der Liebe ist es, in die jeweilige Ordnung zu begleiten, zu heilen und damit vollständig zu werden. Unser ganzes Sein ist von Anfang an darauf ausgerichtet, Harmonie herzustellen. In der Psychoneuroimmunologie nennt man diesen Zustand Kohärenz.

Wie würde unsere Welt aussehen, wenn jeder von uns seine Schmerzen und Ängste bewusst und liebevoll annehmen würde? Wir müssten uns nicht mehr aus unserer Angst oder aus unserem Schmerz heraus begegnen. Wir könnten annehmen, dass in jedem von uns ein kleines Kind steckt das Angst hat, nicht gesehen oder gehört zu werden, das Angst davor hat verlassen zu werden und mit allen Mitteln um Anerkennung und Zuwendung kämpft.

Wir wissen aus Forschungen, dass Liebe und Annahme für eine gesunde körperliche sowie geistige Entwicklung maßgeblich sind. Unsere Zellen reagieren sehr sensitiv auf innere wie äußere Impulse. Wir haben die Möglichkeit uns neu zu in-form-ieren, indem wir dem kleinen verletzten Kind in uns selbst diese Liebe und Annahme schenken. Wenn wir Schmerz/Trauer/Angst spüren, ist es ein Hilferuf des in Not geratenen Aspekts unseres Seins, den wir hören dürfen. Wir können direkt damit beginnen, bei uns selbst. Hierzu eine kleine Übung:

  • Konzentriere Dich auf Deinen Atem
  • Atme ruhig und so tief es Dir möglich ist, ein und aus
  • Spüre Deinen Atemstrom, wie er ruhig und kraftvoll in Dich hinein und hinaus strömt
  • Schenke Deinem Herzen Deine Aufmerksamkeit
  • Stelle Dir vor Du atmest nun strahlend weißes Licht, wie helles Sonnenlicht, in Deinen Herzensraum bis er vollständig davon erfüllt ist
  • Dieses reine weiße Licht, ist das Licht der allumfassenden, bedingungslosen Liebe, das alles enthält, was Du gerade brauchst
  • Erlaube, dass alle Schatten, die Du bereit bist loszulassen, im Licht dieser Liebe gewandelt werden, so wie es Dir wahrhaftig entspricht
  • Erlaube, dass dieses Licht aus Deinem Herzen überall dorthin fließt, wo es Dir gerade wohl tut, wo Du es gerade brauchst (die Farbe kann sich verändern!)
  • Du bist einfach BeobachterIn und darfst darauf vertrauen, dass dieses Licht der Liebe den Weg ganz alleine findet
  • Bleibe mit Deiner Aufmerksamkeit solange bei dem Geschehen, wie es Dir wohl tut
  • Wenn Du das Gefühl hast, alles ist gesehen was reif war, dann atme 3 x so tief es Dir möglich ist ein und aus und heiße mit jedem Atemzug die frei gewordene Energie in Deinem Sein willkommen
  • Spüre bewusst in Dich hinein und nimm wahr, wie es sich nun anfühlt

Wie fühlt es sich an, wenn wir zu unserer Verletzlichkeit stehen, uns befreien vom „Funktionieren müssen“? Wenn ich nicht mehr „unkaputtbar“ Superwoman oder Superman sein muss? Wie fühlt es sich an, wenn wir uns erlauben Verletzlichkeit und Stärke neu zu definieren? Vielleicht können wir die Freiheit, die Weite und Erleichterung fühlen, die durch diese neu gewonnen Sicht-weise entsteht. Durch die liebevolle Annahme unserer Verletzlichkeit und unserer Wunden entsteht Freiheit, auch wenn sich der erste Schritt nicht so anfühlen mag.

Finden wir in uns den Mut, in die eigenen Tiefen zu tauchen, sie als Teil unseres Seins wert zu schätzen. Zelebrieren wir unsere Verletzlichkeit, denn sie ist der weise Wegweiser zu unseren Schätzen….

Zum klanglichen Abtauchen habt ihr hier Gelegenheit:

Fragile

Geschichten

Cover AMADEO

Wann hast Du zuletzt eine Geschichte vorgelesen? Oder wann wurde Dir zuletzt eine Geschichte vorgelesen? Geschichten vorlesen, Geschichten erzählen – beides trägt einen Zauber in sich. Fast zärtlich empfinde ich den Akt des Vorlesens. Sich lauschend hinzugeben ist wie eine Reise in fremde Welten. Abtauchend in innere Bildwelten, neue Räume in sich selbst findend. Gute Geschichten führen uns zu neuen Sichtweisen, vielleicht auch zu verborgenen Schätzen in uns selbst. Sie erweitern unseren Horizont und stärken uns auf vielerlei Art und Weise. Sie inspirieren uns, uns selbst zu trauen, mutig zu sein, Neues zu entdecken, an unsere Träume zu glauben, uns selbst zu lieben – so wie wir sind.

Eine Geschichte, die mich immer wieder auf’s Neue tief berührt ist die Geschichte von Amadeo und den Zauberflügeln. Sie weist uns den Weg zu bedingungsloser Liebe, zum Mut die eigenen Träume zu leben und die daraus entstehende Freude und Fülle. Es ist mir eine große Freude, diese Geschichte zusammen mit Martin Ruhland, untermalt von zauberhaften Klängen, vorlesen zu dürfen. Es ist einfach wundervoll und ein großes Geschenk, wenn Kinder mucksmäuschenstill lauschen, innerlich mit auf die Reise gehen und nach der Geschichte das Amadeo-Lied vor sich hinsingen :-). Auch die „großen Kinder“ werden ganz weich und strahlen berührt und erfüllt, nachdem sie die Geschichte in sich aufgenommen haben. Ich bin ja fest davon überzeugt, dass Worte und Klänge verzaubern können :-)!

Kommenden Freitag und Sonntag gibt es die Gelegenheit mit zu reisen und uns zu lauschen. Einmal im Chi-Loft Fürstenfeldbruck und im Salzheilstollen Berchtesgaden. Mehr über diese Geschichte erfahrt ihr in meinem vorangegangenen Blog-Beitrag zu „Amadeo und die Zauberflügel“ (klick). Die aktuellen Daten und Informationen zu unserer Klangmärchenreise findet ihr unter Lichtklänge (klick).

Ich wünsche euch viel Freude beim Vorgelesen bekommen und beim Vorlesen. Wer noch auf der Suche nach zauberhaftem Lesestoff ist, wird ganz sicher bei Bücherfee Ulrike Sokul und ihren unzähligen Lese-Schätzen auf Leselebenszeichen fündig.