Nächstenliebe

Diese berührende und inspirierende Geschichte über die Begegnung von zwei Männern, Nächstenliebe und die daraus resultierende Fülle, erzählt uns David Ma. Seine instrumentalen „Improvisationen“ (für mich sind es göttliche Klänge) haben mich schon des öfteren tief berührt und nachhaltig bewegt.

Mir gefällt die Bezeichnung Nächstenliebe in diesem Zusammenhang besser als Selbstlosigkeit. Bei Selbst-los-igkeit habe ich das Gefühl, das eigene Selbst aufgeben zu müssen. Um meine Liebe und Gaben mit anderen zu teilen, brauche ich da nicht mein liebendes, wahrhaftiges Selbst in einem klaren Bewusst-Sein? Wie seht ihr das? In jedem Fall ist es erfüllend, wenn wir aus einer Uneigennützigkeit heraus unsere Gaben teilen. Gerade wenn wir nichts erwarten – die zurück fließende Resonanz ist nährender Nektar :-).

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8 Gedanken zu “Nächstenliebe

  1. In der Tat eine ganz feine und inspirierende Geschichte. 🙂
    Selbstlosigkeit ist schon irgendwie ein zweifelhafter Ausdruck. Es klingt auch stark nach einem eigentlich menschenunmöglichen theoretischen Konstrukt. Weder natürlich noch lebendig. Und es haftet ihm der Geruch von „man sollte“ an – ein unglückseliger Mussismus mit Opferbeigeschmack. Und in Wirklichkeit geht es ja eher darum, dass das Selbst sich entfaltet und über seine gegenwärtige Form hinauswächst.

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    1. Lieben Dank für Deine stimmige Resonanz. Der Aspekt des Opferns ist in diesem Zusammenhang beachtenswert. Denn der „arme“ Mann hat sich nicht geopfert – er hat in Liebe und Freude seine Gaben geteilt und damit großartige Resonanz erfahren. Sozusagen den Funken in seinen Mitmenschen entzündet, so dass auch sie ihren „besten“ Beitrag leisten. Ist schon spannend der Prägung von Worten auf den Grund zu gehen! Das hast Du wunderschön formuliert – „dass das Selbst sich entfaltet und über seine gegenwärtige Form hinauswächst – klingt wie wahrhaftiger Balsam :-).

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      1. Ja, das ist recht menschentypisch. Wenn jemand einen Anfang macht, folgen andere nach. Genau dies, den ersten Schritt zu tun, ist oft viel wichtiger als die vielen Details, die man nach und nach immer verbessern kann.
        Eine gewisse Wortklauberei kann manchmal nützlich sein. Manche Wörter sind zwar positiv gemeint, aber haben doch einen nicht zu unterschätzenden Schatten. „Toleranz“ beispielsweise hat einen deutlich widerwillig murrenden Beiklang. Zwar ist sie besser als feindselige Ablehnung. Aber sie taugt nur als erster Schritt zu Verständnis und Annahme.

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      2. Da möchte ich Dir zustimme :-). Die Details kann man meist sowieso nicht planen, also können schön ;-), nur meist verläuft das Leben auf ganz eigenen, ungeplanten Wegen. Seitdem ich mich mit der Wirkung von Klang, also auch Worten, beschäftige, achte ich verstärkt auf die Worte die ich denke und ausspreche. Mensch in-form-iert sich und andere mit diesen Klangschwingungen quasi ständig. Da finde ich eine gewisse Wortklauberei durchaus nützlich und erhellend. Sprache bietet uns eine große Fülle an sehr differenzierten Ausdrucksmöglichkeiten. Da wäre es doch schade diesen Schatz unausgesprochen in der Ecke stehen zu lassen ;-). Deine Gedanken zu „Toleranz“ kann ich sehr gut nachempfinden!

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      3. Problematisch wird es, wenn uns der Versuch einer Planung des Unplanbaren vom Tun abhält.
        Sprache ist ja ihrem Wesen nach Klang. Bei Liedern wird diese Einheit besonders deutlich. Wenn ausgesuchte Worte und Töne zusammenfinden, können sie sehr viel bewegen. Aber auch im geschriebenen Wort wohnt Klang. Je mehr wir unsere innere Goldwaage einsetzen, desto feiner gestimmt wird unser sprachliches Instrument. 🙂

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      4. Weise Worte :-). Das Leben fliesst und wird uns wohl immer wieder vor unvorhergesehene Herausforderungen stellen. Da ist Kreativität und Spontanität gefragt ;-). Wäre ja sonst fad ;-). Ich werde mich weiterhin im Stimmen meines sprachlichen Instruments üben. In jeder Sprache oder sogar in Dialekten gibt es spezielle Worte, die eine Sache, einen Zustand etc. ganz besonders treffend ausdrücken. So ist eine gewisse Sprachforschung durchaus förderlich, was den Reichtum unserer Ausdrucksformen betrifft.

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      5. Ja, manchmal bietet eine andere Sprache eine völlig neue Perspektive auf das Beschriebene. Das ist oft dann der Fall, wenn man nicht wörtlich übersetzen kann, weil etwas auf völlig andere Weise ausgedrückt wird. Und da sind auch Dialekte eine Fundgrube. Sprachforschung ist eine prima Sache, um auf nützliche Weise das Angenehme mit dem Angenehmen zu verbinden. 😉

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  2. Oh ja, gerade Dialekte sind eine wahre Fundgrube. Hier im Allgäu hat fast jedes Dorf einen eigenen Dialekt. Stellt mich vor größte Herausforderungen, aber es wird langsam ;-). Die Kinder hier lernen beides – den Dialekt und Hochdeutsch. Je nachdem mit wem sie es gerade zu tun haben, wechseln sie in die entsprechende Mundart ;-).

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