Heilung & Klang

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Klangschwingung einer Frauenstimme, die den Vokal „o“ tönt

Vor einigen Wochen – oder sind es sogar schon Monate? – hatte ich eine dieser anregenden Reflektionen mit Random Randomsen. Nun möchte ich seinen Impuls aufgreifen und meine, in diesem Zusammenhang geäußerten Gedanken über die heilsame Wirkung von Klang, mit euch teilen:

„Die Orientierung und vielleicht sogar Fixierung auf schablonenhafte Ideale führt uns weg von unserer ureigenen inneren Ordnung. Das kostet so unwahrscheinlich viel Energie. Das Außen spielerisch als Reflektionshilfe zu begreifen hilft, Fixierung aufzulösen und Raum für den Weg nach Innen zu schaffen. Es ist eine große Entdeckungsreise, die unsere Kreativität zum Fließen bringt 🙂. Unseren Grundton, die Grundstimmung zu erkennen hilft ganz wesentlich beim Enttarnen von verkörperlichten Mustern und Prägungen. Und da hilft der Klang – er lässt uns wahrnehmen in welcher Schwingung wir uns befinden. Dieses Erkennen und die Möglichkeit einen eigenen kreativen Weg in die Ordnung zu finden ist sehr befreiend 🙂.“

Warum kann Klang ein befreiendes Werkzeug zur Enttarnung verkörperlichter Muster oder Prägungen (die den Fluss unserer Lebensenergie stören) sein? Alles was IST klingt. Alles hat einen eigenen Grundton. Klang ist Schwingung. Wenn wir nun davon ausgehen, dass jede Person (von per sonare = hindurch tönen) über eine ganz einzigartige Grundschwingung verfügt, dann können wir vielleicht auch annehmen, dass äußere sowie innere Ereignisse zu Verstimmungen führen können. Diese Verstimmungen „unterbrechen“ oder erschweren den harmonischen Fluss der einzigartigen Grundschwingung. Wir sind nicht mehr im Ein-Klang. Unter Umständen äußern sich diese Verstimmungen körperlich z. Bsp. über Verspannungen, Kopfschmerzen, Magenschmerzen etc. oder psychisch – wir fühlen uns z. Bsp. depressiv, aggressiv oder völlig erschöpft. Wie kann Klang nun dabei unterstützen wieder in die Ordnung – in den Ein-Klang mit unserer Grundschwingung zu finden?

Eine Möglichkeit ist das Tönen. Unser inneres Instrument – unsere Stimme – haben wir immer mit dabei :-). Beim Tönen geht es nicht darum, das „Störende“ oder Unangenehme einfach los zu werden. Sondern es zu sehen, zu hören und ANZUNEHMEN. So kann es sich lösen und sich in seine Qualität wandeln. Denn in jeder Verstimmung liegt ein Geschenk, das betrachtet und geachtet werden möchtet. Wichtig ist es – beim Tönen wie auch sonst im Leben – eine liebevolle Haltung der Selbstannahme einzunehmen. Denn Liebe und Wertschätzung wirken in ihrer Schwingung transformierend und ordnend. Uns liebevoll selbst wahrnehmend, kann folgende Übung unterstützend wirken:

  • Konzentriere Dich auf Deinen Atem

  • Atme ruhig und so tief es Dir möglich ist ein und aus

  • Atmen mit dem Einatmen Liebe, Dankbarkeit und Wertschätzung für Dich selbst ein und entlasse Anspannung und unruhige Gedanken mit Deinem Ausatmen

  • Spüre Deinen Atemstrom, wie er ruhig und kraftvoll in Dich hinein und hinaus strömt

  • Spüre, wie Du über Deinen Atemstrom Deinen gesamten Körper mit den stabilisierenden und nährenden Qualitäten der Liebe, Dankbarkeit und Wertschätzung versorgst.

  • Schenke Deinem Körper liebevolle Aufmerksamkeit. Spüren Dich hinein und nimm wahr, was gerade gesehen werden möchte.

  • Schenke einem Aspekt, der Deine Aufmerksamkeit besonders auf sich zieht, Deine liebevolle Aufmerksamkeit.

  • Nimm diesen Aspekt bitte ganz wertfrei und beobachtend wahr.

  • Lausche in Dich hinein und nimm den Ton oder die Töne wahr, die gehört werden möchten. JEDER Ton ist willkommen.

  • Wenn Du dich bereit fühlst, dann töne den Ton/die Töne heraus. Das kann laut oder leise sein, brummend, krächzend oder singend. Nimm einfach wahr was gehört werden möchte.

  • Bitte sei ganz achtsam und atme immer wieder ruhig und tief ein und aus. Lausche in Dich hinein und spüre, ob der Ton noch passend ist.

  • Töne so lange bis Du das Gefühl hast, das alles gehört ist, was heute reif war.

  • Spüre nochmals in Dich hinein und nimm den Ton oder die Töne wahr, die diesen Aspekt in Deinem Sein stärken und harmonisieren. Auch diese zeigen sich ganz von selbst. Töne solange, wie es Dir wohl tut.

  • Wenn Du dir nicht sicher bist, ob Du den „richtigen“ Ton gefunden hast, dann töne einfach den, der spontan aus Dir heraus kommt, halte inne und beobachte fühlend den Aspekt, dem Du gerade Aufmerksamkeit schenkst. Geht dieser in Resonanz? Wenn nicht, dann variiere den Ton, bis Du eine wohltuende Resonanz erfährst.

  • Spüre abschließend in Deinen Körper hinein. Wie fühlt sich dieser nun an? Atme bitte 3x so tief es Dir möglich ist und es Dir wohl tut, ein und aus, und heiße mit jedem Atemzug die frei gewordene Energie in Deinem Sein willkommen.

Jetzt hätte ich doch beinahe eine wichtige Information vergessen: Beim Tönen könnt ihr euch am Besten an den Vokalen orientieren. Gerade beim Harmonisieren. Tönt einfach die Vokale durch und spürt, welcher Vokal auf welchem Ton euch am wohlsten tut :-). Das geht beim Tönen der Emotion oder des Zustandes auch sehr gut. Einfach die Vokale durchtönen und in der Tonlage ruhig variieren, damit ihr spüren könnt, welcher Vokal auf welchem Ton die stärkste Resonanz erzeugt.

Wenn ihr mehr über unsere Stimme als heilsames Instrument erfahren wollt, dann guckt bei der Berchtesgadener „Kraftquelle“ (klick) vorbei. Das ist ein ganzheitliches Magazin, das alle drei Monate erscheint. Dort durfte ich meinen ersten Artikel schreiben (Yippie und: Mei, ist das aufregend – gleichzeitig 🙂 )! Ihr findet ihn in der „blauen“ Ausgabe auf den Seiten 34 – 36. Das Foto darf ich mit freundlicher Genehmigung vom Urheber Michael Memminger von www.magicaqua.de

verwenden. Auf seiner Seite findet ihr weitere zauberhafte Klangbilder, die die ordnende Wirkung unserer Stimme und des Tönens beeindruckend darstellen. Ich wünsche euch viel Freude beim Schmökern, Tönen, Singen und Klingen :-).

 

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4 Gedanken zu “Heilung & Klang

  1. Das ist doch schon wieder ein ganz wunderbarer und hilfreicher Beitrag. 🙂 Zwar benutze ich oft und ausgiebig Musik sozusagen als klingende Hausapotheke. Das „Tönen“ allerdings ist mir neu. Das ist ein vielversprechender Ansatz. Was ich öfters mache, ist ein entspannendes Summen, sozusagen um mit mir ein Ein-Klang zu kommen. Aber deine Methode bietet ja einen ganz anderen Ansatz. Die Verstimmung nicht einfach sozusagen „übertönen“, sondern ganz bewusst hörfühlbar machen, anerkennen und annehmen – und erst dann in die Harmonie zurückführen. Das gefällt mir. 🙂

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    1. Danke für Deine harmonisch schwingende Resonanz! Summen ist super :-). Das vibriert den ganzen Schädelbereich so richtig wohlig durch und entspannt :-). Du hast sehr einfühlsam genau den Punkt des Tönens erfasst – es geht ums bewusste hörfühlbar machen :-). Wieder eine wunderbare Wortschöpfung von Dir, die genau das ausdrückt, was Heilung bzw. Ein-Klang ermöglicht. So lange etwas ungehört oder ungefühlt ist, kann es sich nicht lösen. In der Regel schwingt es gefangen in einer Disharmonie in unserem Sein. Aber nur, um auf das was die Disharmonie verursacht, aufmerksam zu machen. Unser Körper ist einfach ein Wunderwerk! Und unsere Stimme so einzigartig wie ein Fingerabdruck (so empfinde ich das). Zur eigenen Stimme zu stehen und dem Selbst mit allen Facetten Ausdruck zu verleihen, tut so wohl, hebt die Stimmung und bringt in Fluss :-). So singe und töne ich quasi den ganzen Tag vor mich hin ;-).

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      1. Ja, das Summen kann eine wunderbar sinnliche Erfahrung sein. Aber wenn man tiefer liegenden Verstimmungen nicht auf den Grund geht, lässt die Wirkung früher oder später (mit einer leidigen Tendenz zu „früher“) nach. Deshalb fasziniert mich das Konzept des „Tönens“. Weil es eben – in des Wortes umfassendster Bedeutung – mehr in die Tiefe geht.

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