Herzkramen goes Herzundsternenkind

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Vor ziemlich genau 10 Tagen hat Random Randomsen zum großen „Herzkramen“ aufgerufen. Er hat diese Herzkramerei nicht nur den Nominierten seines Liebster Awards vorbehalten. Jeder, der den Impuls zum Herzkramen verspürt, darf seine Begriffe hemmungslos kreativ frei und flexibel interpretieren. Vielleicht auch etwas für Dich? Für mich klang das nach viel Freude. So ist bei mir gleich eine ganze Geschichte daraus geworden. Ich habe mich dabei an den 11 Hauptbegriffen orientiert. Die jeweils 11 Assoziationen überlasse ich gerne anderen :-). Wer Lust hat – lese selbst 🙂 :

Es war einmal ein Herzchen. Es lebte auf dem Planeten elfmalelf. Ein wundervoller Planet, voller Liebe und Schönheit. Alles war in vollkommener Ordnung. Doch Herzchen kannte jeden Stein, jedes Blatt. Sie wusste, da war noch viel mehr! Sie wollte das Universum erkunden, die unendlichen Möglichkeiten erforschen, die außerhalb ihres Planeten lagen. Was würde sie wohl erwarten? Ihre innere Stimme wurde immer lauter und es drängte sie förmlich, aufzubrechen und ihrer Bestimmung zu folgen. Herzchen vibrierte vor Aufregung, denn nun musste sie Farbe bekennen. Es fiel ihr nicht leicht, den Mut zu finden und ihren Lieben von ihrer außergewöhnlichen Sehnsucht zu erzählen. Zum ersten Mal fühlte sie eine kleine Angst in sich aufsteigen. Was würden ihre Liebsten wohl sagen? Würden sie sie für verrückt erklären?

Herzchen sammelte ihren ganzen Mut und trommelte ihre Liebsten zusammen. Sie holte tief Luft, ihr Herz rumpelte wie wild. Und dann begann sie zu sprechen: „Ich muss euch etwas sagen. Es fällt mir nicht leicht und dennoch ist es mir ein Herzensanliegen meine Wahrheit mit euch zu teilen“ begann sie. Stille erfüllte den Raum. Alle Aufmerksamkeit richtete sich nun auf Herzchen. „Ich muss das Universum erkunden. Ich habe so viele inspirierende Geschichten gehört. Doch drängt es mich, selbst Erfahrungen zu sammeln, mir selbst ein Bild zu machen. Was ist da draußen? Wie fühlt es sich an? Warum ist es da draußen so anders als bei uns? Ich wünsche mir so sehr, dass ihr mir euren Segen für meine Reise schenkt.“

Immer noch herrschte absolute Stille. Doch Herzchen konnte einen stetig heller werdenden Schimmer im Herzen ihrer Liebsten wahrnehmen (die Bewohner auf dem Planeten elfmalelf konnten direkt in die Herzen ihres Gegenübers blicken. Das machte das Miteinander sehr viel leichter). Dann brach unvermittelt ein freudiger Jubel aus. Ihre Liebsten klatschten, lachten und umarmten ihr Herzchen. „Natürlich folgst Du deinem Herzen und erkundest das Universum! Unsere Liebe und unser Segen sind mit Dir. Wir sind an Deiner Seite, über unsere Herzen miteinander verbunden. Gehe Deinen Weg. Und wenn Du zurück kommst, dann freuen wir uns über jede Geschichte, die Du mit uns teilen möchtest.“

Sie lagen sich in den Armen und waren erfüllt von der tiefen Liebe, die sie verbindet. Eine Liebe, die frei lässt, unterstützt und das Beste im anderen zum Vorschein bringt. Herzchen machte sich sogleich daran, ein paar wichtige Dinge einzupacken, wie z. Bsp. eine Sternenkarte, eine Muschel und eine Portion Herzensweisheit. Die Zeit des Abschieds war gekommen. Kein trauriger sondern ein freudvoller Abschied. Die Bewohner des Planeten elfmalelf sangen und tanzten aus tiefster Seele für ihr mutiges Herzchen. Diese Schwingungen sollten sie sicher an ihr erstes Ziel bringen – ein wunderschöner Planet – genannt Erde.

Herzchen hatte vor ihrer Reise schon etwas recherchiert und herausgefunden, dass ein beliebtes Kommunikationsmittel auf der Erde das Schreiben war. Wenn man seine Gedanken mit anderen teilen wollte, so schreibt man dort wohl gerne einen Blog. So vereinbarte Herzchen mit ihren Lieben, dass sie, auf der Erde angekommen, einen Blog schreiben würde. So konnten die Bewohner ihres Heimatplaneten, ihrer Reise ein Stück weit folgen.

Herzchen schwebte durch‘s Universum, schlug wilde Loopings, sammelte Sternenstaub, rutschte freudig schreiend durch Wurmlöcher und flog mit Sternschnuppen um die Wette. Auf einmal stockte ihr der Atem – vor ihren Augen erstrahlte ein zauberhafter blauer Planet. Die Erde! Sie hatte es fast geschafft – die erste Etappe ihrer Reise war in greifbarer Nähe. Ehrfürchtig näherte sie sich der Erde, umrundete ihr anmutiges Sein. Da hörte sie eine warme, liebevolle Stimme: „Liebes Herzchen, sei willkommen. Ich habe schon lange auf Dich gewartet und freue mich sehr, dass Du den Mut gefunden hast, zu Deinem Herzen zu stehen und es gewagt hast, Dich auf die lange ungewisse Reise zu begeben. Sei versichert, ich begleite und nähre Dich mit meiner Liebe, egal was Dir auf Deiner Erdenreise begegnet. Erinnere Dich immer an das Licht in Deinem Herzen und den Segen Deiner Lieben, der Dich begleitet und schützt.“ Mutter Erde öffnete ein Tor durch das Herzchen fliegen konnte und so ganz sanft auf ihr landete.

Sie fand sich auf einer Lichtung wieder. Sattes Grün und farbenprächtige Blumen – so weit ihre Augen reichten. Wohltuende Düfte kitzelten ihre Nase und erfüllten sie so überwältigend, dass sie sich erst einmal ins weiche, warme Gras plumpsen ließ. Über ihr erstrahlte der blauer Himmel. Vögel sangen Konzerte. Die Zweige und Äste der Bäume tanzten im Wind. Und ja, da spitzte ein Reh hinter einem Baum hervor. Herzchen pulsierte vor Freude! Sie nahm einen tiefen Atemzug und jauchzte vor Freude. Wie gut das tat. „Danke Mutter Erde, dass ich Dein Gast sein darf!“

Herzchens Entdeckergeist war geweckt. Freudig stapfte sie durch Wiesen und Wälder, fand Freunde unter den Pflanzen und Tieren. Es war eine gute Reise. Während sie so ihrem Herzen folgend durch das Land streifte, veränderte sich allmählich ihre Umgebung. Erst fiel es ihr gar nicht auf, denn sie war so eifrig damit beschäftigt jedem kleinen Käfer und jeder Blume ein herzliches „Hallo“ zuzurufen und sich nach dem jeweiligen Befinden zu erkundigen.

Doch nach und nach verschwanden die Blumen und Bäume, auch zeigten sich immer weniger Tiere. Sie fühlte, wie ihr Herz mit jedem Schritt schwerer wurde. Auch das Atmen fiel schwerer. Um sie herum wurde es immer lauter. Da fuhren zum Teil riesige Gefährte mit vier Reifen an ihr vorbei und machten einen Höllenlärm. Der Wald wich Betonbauten, die wie überdimensionale, künstliche Bäume in den Himmel reichten. Sie tanzten nicht. Dazu kamen Wesen auf zwei Beinen, die durch graue Straßen liefen. Ohne aufeinander zu achten. Die meisten von ihnen hatten ein kleines viereckiges Ding in der Hand mit dem sie entweder sprachen oder wie wild darauf herumtippten.

Herzchen beobachtete dieses Treiben und wurde immer trauriger. Diese Wesen sahen einander nicht. Sie waren weit davon entfernt, einander ins Herz zu blicken und Freude miteinander zu teilen. Ab und zu blitzte eines dieser Wesen auf. Da war also noch Herzenswärme. Es gab ein paar „Exemplare“ unter diesen zweibeinigen Wesen, die sich ihr Licht erhalten hatten. Herzchen staunte. Wie schwierig es wohl sein musste, sich inmitten dieser künstlichen Welt Wärme zu bewahren. Sie nahm auf einer Parkbank Platz und beobachtete mit großen Augen.

Auf einmal spürte sie eine angenehme Schwingung. Neben ihr saß ein männliches Wesen, in einem menschlichen Körper, doch ausgestattet mit einem riesigen, leuchtenden Herzen. Einer derer, die sich die Herzenswärme bewahrt hatte. Sie erkannten einander, ohne Worte. Er fragte: „Du bist wohl neu hier. Kann ich Dir irgendwie helfen?“ Herzchen sagte: „Danke, dass Du mich bemerkt hast. Ja, wenn es für Dich in Ordnung ist, würde ich Dir gerne eine Frage stellen. All dies hier ist für mich so fremd und ich würde gerne mehr verstehen.“

Natürlich, sofern es mir möglich ist, beantworte ich Dir gerne Deine Frage.“ So ging Herzchen ganz tief in sich und fragte: „Mir ist aufgefallen, dass hier die meisten Wesen in so kleine viereckige Dinge sprechen. Warum tun sie das?“ Er antwortete: „Das ist schnellste Art der Kommunikation. Wir müssen im Prinzip ständig erreichbar sein, ohne einander dabei wirklich zu begegnen. Auch die Sprache die wir verwenden, wird mit diversen Zeichen „abgekürzt“. Kaum jemand nimmt sich die Zeit, die Sprache des Herzens zu sprechen, so wie Du das kennst.“

Herzchen wurde sehr nachdenklich. „Oh, das klingt so traurig. Wo bleibt die natürliche Verbindung zueinander? Ich kam an einem Ort voller Schönheit und Kraft an. Ich bin noch stets überwältigt von der Schönheit. Die Pflanzen dort waren voller Leben und Heilkraft. Die Tiere begegneten mir ohne Scheu und voller Freude. Ich fühlte mich so geborgen und durchströmt vom Glück. Aber hier fühlt es sich so kalt an.“

Ja,“ antwortete das männliche Wesen, „das hast Du sehr treffend beobachtet. Die Menschheit hat sich zu großen Teilen von der Natur entfernt. Oftmals ist die einzige Sprache, die uns noch im Herzen berührt und mit der natürlichen großen Harmonie verbindet, die universelle Sprache der Musik. Auch die Welt der Bücher schenkt uns die Möglichkeit, unserer selbst erschaffenen Realität der Trennung zu entfliehen und aufzutanken.“

Ah, verstehe“ entgegnete Herzchen, „die Menschen haben wohl vergessen, welch Reichtum sie umgibt und suchen Erleichterung in Realitäts-Fluchten.“ Dann platzte es aus ihr heraus: „Dabei wäre doch alles so einfach!! Ihr habt alle ein Herz. Erinnert euch daran. Erinnert auch an diese Kraft und an die Wärme, die sie schenkt. In eurem Herzen seid ihr mit allem was existiert verbunden, geliebt und geborgen. Außerdem schenkt euch die Natur eine Fülle an heilsamer Nahrung. Nährt euch damit. Es ist mehr als genug für alle da. Ihr müsstet euch nur erinnern und sie liebevoll wertschätzen und im Einklang mit ihr Handeln! Die Technik nicht an die erste Stelle setzen, sondern als erleichternde Unterstützung nutzen. Geht wieder raus in die Natur, kommuniziert mit ihr und miteinander, begegnet und achtet euch. Erfreut euch mit allen Sinnen an der Schönheit und dem Reichtum, den euch Mutter Erde schenkt!“

Da sprichst Du wahre Worte. Deshalb gibt es einige von uns, die sich erinnern und genau dies leben. Wir wollen damit Mutter Erde dankbar würdigen und das Licht im Herzen lebendig strahlen lassen. Im besten Falle entzünden wir dieses Licht auch im Herzen unserer Mitmenschen. Es ist manchmal ein beschwerlicher Weg, manchmal verlässt einen auch der Mut. Aber dann bekommt man unversehens einen Lichtblick geschenkt. So wie Dich und unsere Begegnung. Ich danke Dir von Herzen, dass wir uns begegnen durften und ich wünsche Dir viele dieser Herzensbegegnungen auf Deiner Reise.“

Wissend blickten sie einander wortlos direkt ins Herz. Von tiefem Verständnis erfüllt gingen sie ihrer Wege, in der Zuversicht, dass dies kein Abschied war….

Kreative Auszeit

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Diesen Stein habe ich am Wochenende bemalt, nachdem ich meine Birken besucht hatte 🙂

Kreatives Ausleben tut Körper und Geist wohl. Die Seele findet so spielerisch und leicht fließend einen Ausdruck. Den Zauber des Entstehens beobachten zu dürfen, währenddessen „es“ durch einen selbst entsteht, schenkt Freude und Erfüllung. Wir sind ganz im Hier und Jetzt, kein Müssen, nur das Fließen dessen, was sich gerade durch uns ausdrücken möchte ist. Das entspannt, macht den Geist frei und klar, zentriert uns. Es geschieht ganz von selbst, ohne ein „wollen“.

Es gibt unzählige Möglichkeiten einen kreativen Ausdruck zu finden. Einen möchte ich heute mit euch teilen. Ich sammle sehr gerne Steine. Vorausgesetzt, sie möchten mit mir mit ;-). Anstatt eine Leinwand zu bemalen, können auch Steine als Leinwand dienen. Mit ihrer ganz eigenen Form und Ausstrahlung schenken sie kreative Impulse, die unseren kreativen Fluss ermuntern, sich auszudrücken.

Ihr braucht dazu nur

  • 1 oder mehrere Steine
  • Acrylfarben
  • Pinsel
  • 1 Gefäß mit Wasser zum Pinsel auswaschen
  • z. Bsp. einen kleinen Teller (Pappteller ist auch möglich) für die Farben
  • Stifte zum Verzieren (ich habe einen goldigen Fineliner und einen türkisfarbigen Glitter-Liner genommen), da sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt
  • wenn ihr den Stein mit einer Farbe grundiert, ist es wichtig, diese trocknen zu lassen, sonst verlaufen die Farben ineinander. Mit dieser Gegebenheit kann man natürlich auch wunderbar spielen und Farbverläufe kreieren!

…und dann einfach der Fantasie freien Lauf lassen. Hilfreich ist es, den Perfektionsanspruch los zu lassen (es gibt hier kein „richtig“ oder „falsch“, es darf ein experimentieren und erfahren sein) und sich dem kreativen Fluss und der kindlichen Freude hinzugeben :-). Ich wünsche euch wohltuendes Auftanken im Kreativ-Sein 💕

 

Reinigung von emotionalen Giften

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Wie in meinem Beitrag zu Imbolc erzählt, ist der Monat Februar geradezu prädestiniert für eine umfassende Reinigung. Dazu zählt für mich ganz wesentlich auch das innere Reinemachen und Neuordnen. Gerade wenn wir in unserem Leben spüren, dass alte Muster nicht mehr wohltuend sind, sondern uns vielleicht sogar davon abhalten unserer Freude und Lebendigkeit zu folgen.

Unsere Beziehungen und familiären Strukturen, in die wir hinein geboren sind, bieten oftmals den Boden für die Entstehung dieser Muster. Im besten Fall sind wir in einem wertschätzenden und unterstützenden Umfeld aufgehoben. Vielleicht haben wir auch unterdrückende und respektlose Umgangsformen erfahren. In jedem Fall haben uns unsere Erfahrungen sowie die Empfindungen, die wir wahrgenommen haben, geprägt. Daraus sind Denk-/Empfindungs- und Verhaltensmuster entstanden. Trennung, Verlust, Nicht-Gesehen und -respektiert werden und die damit einhergehenden Empfindungen und Zustände erzeugen Stress.

Unser Gehirn, ja ich würde behaupten unser gesamter Organismus, ist darauf ausgerichtet in einer harmonischen Kohärenz zu schwingen. Um unsere Gesundheit zu sichern. Ist diese Kohärenz gestört, löst das immensen Stress in uns aus. Stress wiederum erzeugt Gifte. Mit diesen Giften muss nun unser Körper umgehen. Um eine harmonische Kohärenz herzustellen ist unser Gehirn, ja unser gesamter Körper, sehr kreativ. Wenn nun im Außen, z. Bsp. mit den Menschen die uns umgeben, diese Kohärenz nicht herstellbar ist, wird in uns abgespalten, unterdrückt oder ausgeblendet.

So hat man zumindest eine zeitlang das Gefühl, es wenigstens „aushalten“ zu können. In vielen Fällen wird dieses Aushalten zu einer Gewohnheit. Geist und Körper gewöhnen sich an diesen immens stressigen Zustand. Das wiederum bindet Lebenskraft, denn unser Körper ist ständig damit beschäftigt auszugleichen. Wir gehen oftmals unbewusst über unsere Grenzen, spüren uns an gewissen Punkten gar nicht mehr. Denn wir konzentrieren uns unbewusst auf das Ausblenden all jenem, was die momentane, so hart erkämpfte  Kohärenz gefährdet.  In den meisten Fällen bedeutet das, dass wir auf „Sparflamme“ fahren. Wir sind damit einverstanden, in einem minimalen, ansatzweise „sicheren“ Feld zu agieren. Oder in der Hauptsache zu reagieren.

Diese Abläufe geschehen meistens völlig unbewusst. Wir werden unter Umständen erst darauf aufmerksam, wenn wir uns seelisch oder körperlich unwohl fühlen oder das Leben uns direkt darauf weist. Gifte finden, wenn nicht ausgeschieden, z. Bsp. gerne in unserem Bindegewebe oder in den Neben- und Stirnhöhlen ihr „Depot“ und beschweren oder blockieren den Fluss unserer Lebensenergie. Was dies betrifft bin ich ein wahre Expertin ;-). Mit Anfang 20 hatten meine Stressgifte mein Immunsystem zerstört. Das hatte natürlich weitreichende Folgen. Meine Entgiftungsorgane waren total überlastet und so stand ich kurz vor der Dialyse.

Die gute Nachricht ist – soweit muss es  nicht kommen, denn unser wahrhaftiges Sein trägt eine gesunde, harmonische Kohärenz in sich, damit wir auch gesund lebendig sein können. An dieser können wir uns orientieren bzw. daran orientiert sich auch unser Organismus, wenn wir ihn lassen :-).

Wie kann ich nun ganz aktiv etwas dazu beitragen, den Stress zu reduzieren und wieder in meine Ordnung zu finden? Meine Lebensenergie wieder freier fließen zu lassen, mich klarer wahrzunehmen, meine Kohärenz wieder her zu stellen, ohne meine Kraft zu unterdrücken? Wie kann ich meine Ängste annehmen ohne mich von ihnen dominieren zu lassen?

Da hat wohl jeder Mensch seinen ganz eigenen Weg. Es gibt dafür kein „Patentrezept“. Aber es gibt verschiedene Werkzeuge, die bei Bedarf hilfreich und harmonisierend eingesetzt werden können. Ein solches Werkzeug möchte ich euch heute vorstellen. Es ist eine Atemtechnik aus dem Kundalini-Yoga, mit der ich sehr angenehme Erfahrungen gemacht habe.

Der Atem gilt von jeher in den verschiedensten Kulturen essentiell zur Erhaltung unserer Gesundheit und zur gesunden Entfaltung unseres Bewusstseins. Wir versorgen uns über unseren Atem mit mehr als nur mit „Sauerstoff“. Über eine bewusste Atmung können wir z. Bsp. unserem Körper direkt Ruhe vermitteln und Entspannung erzeugen. Ängste können sich so ganz leicht lösen. Des weiteren wirkt eine tiefe, ruhige Atmung wie eine Massage für unsere Organe, sorgt für eine bessere Durchblutung und Sauerstoffversorgung, bringt unsere Lebensenergie zum Fließen. Wenn wir uns dabei auf unser Herz, unser Zentrum, in einem inneren Zustand der Wertschätzung, Dankbarkeit, Liebe oder Freude konzentrieren, erhöht sich die Wirksamkeit. Denn unser Herz ist der Sitz unseres göttlichen Funkens, der alles beinhaltet was wir brauchen um ganz zu sein. Man nennt dies „Herz-Kohärenz“.

Die folgende Übung bezieht mehrere Ebenen unseres Sein mit ein. Es gibt eine Mudra (eine heilige Handhaltung, bedeutet übersetzt soviel wie „das, was Freude bringt“) sowie ein begleitendes Mantra. Mich tragen Klänge immer sehr liebevoll durch meine inneren Prozesse, vielleicht geht es euch ja ähnlich.

Die Handhaltung:

  • Du führst Deine Hände zueinander, so dass sich die Fingerspitzen jeweils berühren (d. h. Daumen auf Daumen, Zeigefinger auf Zeigefinger usw., spreizt sie etwas, so das Raum zwischen den Fingern entsteht. Sieht ein bisschen aus wie ein Häuserdach :-))
  • Die Finger sind dabei gerade – nicht überstreckt oder gebogen
  • Nun führst Du in dieser Haltung Deine Hände vor Dein Herz, so dass die Daumen sanft auf Deinem Brustbein aufliegen. Die restlichen Finger zeigen in dieser geschlossen Haltung nach vorne, von Dir weg

Die Atmung:

Die Atemtechnik besteht aus 3 Zyklen. Du atmest ca. 5 Sekunden lang gleichmäßig über Deine Nase ein. Dann hälst Du ca. 5 Sekunden lang Deinen Atem an. Anschließend atmest Du ca. 5 Sekunden lang über Deine Nase aus. Im Anschluss an das Ausatmen beginnt der Zyklus mit einem erneuten ca 5-sekündigen Einatmen usw.

Das Mantra:

Das das Mitzählen für mich sehr aufwendig erscheint und ich mich im Klang sehr viel leichter auf den Fluss der Atmung konzentrieren kann, hier das dazugehörige Mantra:

Es ist das SA TA NA MA – Mantra und verbindet uns mit der Wahrhaftigkeit unseres Seins. Es umfasst den gesamten Zyklus des Werdens und Vergehens auf allen Seinsebenen. Dies ist die ungefähre Übersetzung:

SA = Unendlichkeit, Gesamtheit des Kosmos

TA = Leben (Geburt der Form aus der Unendlichkeit)

NA = Tod (oder Transformation)

MA = Wiedergeburt

Es ist die Essenz des Mantras SAT  NAM (= Wahrhaftigkeit ist mein Name). Dieses Mantra gleicht unsere Gehirnhälften aus, schenkt uns Ruhe und Ausgeglichenheit. In diesem Zustand ist es soviel leichter, den eigenen Weg geklärt zu erkennen und zu beschreiten. Mantren liegen sehr ausgefeilte Klangschwingungsverhältnisse zugrunde, die eine tiefe Ordnung ins uns bewirken können.

So könnt ihr eure Atmung auf das SA TA NA MA einschwingen:

Ein SA TA NA MA lang EINATMEN

Ein SA TA NA MA lang HALTEN

Ein SA TA NA MA lang AUSATMEN

…und direkt anschließend ans Ausatmen wieder von vorne beginnen. Ihr könnt dies so kurz oder so lange wie ihr wünscht praktizieren. Die Aufnahme des Mantras dauert über 30 Minuten, so dass ihr wunderbar variieren könnt. Spürt einfach, wann ihr zur Ruhe kommt, wann sich ein ruhiger, tiefer Atemfluss einstellt und der Geist zur Ruhe findet. Beobachtet einfach euren Atem, spürt wie sich der Fluss anfühlt, wie sich euer Körper anfühlt. Ihr müsst dabei nicht an Vergangenes denken, die Harmonisierung geschieht ganz von selbst. Sollten Erinnerungen oder Empfindungen auftauchen, lasst sie einfach mit eurem Atem fließen.

Hier der Ablauf auf einen Blick:

  • Mache es Dir sitzend bequem, so dass Du dich wohl fühlst. Der Rücken sollte möglichst gerade und entspannt sein. Schalte Dein Handy aus und sorge dafür, dass Du ungestört bist.
  • Handhaltung einnehmen und liebevoll wertschätzende Aufmerksamkeit auf das Herzzentrum richten. Fühle die Wertschätzung, Dankbarkeit, Liebe oder Freude in Deinem Herzen
  • Im genannten Rhythmus Atmen, wenn gewünscht auch unter zu Hilfenahme des Mantras
  • Atmet so lange es euch wohl tut – das können 2 -3 Minuten sein, aber 11 oder 30….
  • Offiziell wird bei dieser Reinigungs-Übung auch eine bestimmte Augenhaltung eingenommen: Die Augen blicken auf die Nasenspitze und sind dabei fast geschlossen. Ich schließe meine Augen gerne vollständig und konzentriere mich dabei auf meine Nasenspitze.
  • Zum Abschluss atmet 1 x tief ein und aus, löst die Handhaltung und spürt in eurem Körper nach. Wie fühlt es sich jetzt an?
  • Wenn ihr eure Augen wieder geöffnet habt, könnt ihr sie „rollen“ lassen – sozusagen in alle Achsen blicken: nach links oben und unten, Mitte unten, rechts unten und oben, Mitte oben etc. Auch dies ist eine fließende Bewegung.

Es ist immer wieder wunderschön in meinen Seminaren die vorher – nachher Ausstrahlung meiner TeilnehmerInnen bewundern zu dürfen :-). Ich wünsche euch mit dieser Atemübung entspanntes und Kraft spendendes „Reinemachen“, auf das euer inneres Licht immer freier und ungetrübt strahlt. Solltet ihr Fragen zu der Übung haben – fühlt euch frei bei mir nachzufragen :-).

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Granatapfel – Die Herausforderung

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Ich liebe den Granatapfel. Dieses frische Knacken der Granatapfelkerne, der wundervoll-säuerliche Saft der sich im Mund ergießt, wenn man auf so ein Kernchen beißt und diese traumhafte Farbe! Gesund ist er auch noch! Er steht für Fruchtbarkeit (was wieder zu unserer Göttin Brigid passt) und für ewige Jugend! Ja, in der griechischen Mythologie ist von ihm gar als „Speise der Götter“ die Rede!

Doch was für eine Herausforderung, die Kernchen aus ihrer geschützten Hülle heraus zu locken! Geht es euch auch so? Nach Jahren des Kampfes mit diesen Kernchen, die zauberhaft gesprenkelten Hinterlassenschaften in Küche und auf der Kleidung bewundernd, hatte ich genug. Ich habe jeden Tipp befolgt und nichts hat wirklich gut „funktioniert“. Doch es musste eine Lösung geben. Ich machte mich auf die Suche im Weltweiten Netz. Es gab doch bestimmt mehr Menschen mit demselben Problem. Et voilá- ich bin fündig geworden. Ich kann euch sagen – wie alles im Leben – ist es ganz einfach, wenn gewusst wie ;-).

Hier die Anleitung für ein garantiert spritzfreies Entkernen des geliebten Granatapfels:

  • Fülle eine tiefe Schüssel mit kaltem Wasser.
  • Schneide den „Deckel“ des Granatapfels ab.
  • Lege diesen gleich in sein Wasserbad.
  • Es werden nun die weißen „Kammern“ des Granatapfels sichtbar.
  • Diese werden durch die Schale hindurch eingeschnitten
  • Jetzt darf das Äpfelchen ganz ins Wasser
  • Die Kammern unter Wasser auseinander ziehen und die Kerne im Wasserbad – ebenfalls unter Wasser – herauslösen
  • Wenn alle Kerne gepult sind, eventuell kleine Stückchen der Schale/der weißen Haut aus dem Wasser fischen und dann die heraus gelösten Kerne in einen Sieb abgießen.
  • Genießen 🙂

Wer eher ein visueller Typ ist, hier das Rettungsvideo aus Sophias Veganer Welt:

Die Zwei Bäume

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Die Birke – der Baum der Brigid –  ist ein heiliger Baum. Da ist mir gestern tatsächlich noch ein Lied „über den Weg gelaufen“, das die Energie der heiligen Bäume so schön widerspiegelt. Gesungen von Loreena McKennitt. Das Gedicht „The Two Trees“ wurde im Jahr 1893 von William Butler Yeats geschrieben (Buch „The Rose“). Ich wünsche euch wohliges Versinken in Worte und Klänge….

Beloved, gaze in thine own heart
The holy tree is growing there;
From joy the holy branches start
And all the trembling flowers they bear.
The changing colours of its fruit
Have dowered the stars with merry light;
The surety of its hidden root
Has planted quiet in the night;
The shaking of its leafy head
Has given the waves their melody.
And made my lips and music wed,
Murmuring a wizard song for thee,
There the Loves a circle go,
The flaming circle of our days,
Gyring, spiring to and fro
In those great ignorant leafy ways;
Remembering all that shaken hair
And how the winged sandals dart
Thine eyes grow full of tender care;
Beloved, gaze in thine own heart.

Gaze no more in the bitter glass
The demons, with their subtle guile,
Lift up before us when they pass,
Or only gaze a little while;
For there a fatal image grows
That the stormy night receives,
Roots half hidden under snows,
Broken boughs and blackened leaves.
For all things turn to bareness
In the dim glass the demons hold,
The glass of outer weariness,
Made when God slept in times of old.
There, through the broken branches, go
The ravens of unresting thought;
Flying, crying, to and fro,
Cruel claw and hungry throat,
Or else they stand and sniff the wind,
And shake their ragged wings: alas!
Thy tender eyes grow all unkind:
Gaze no more in the bitter glass.
Beloved, gaze in thine own heart,
The holy tree is growing there;
From joy the holy branches start,
And all the trembling flowers they bear.
Remembering all that shaken hair
And how the winged sandals dart,
Thine eyes grow full of tender care;
Beloved, gaze in thine own heart.

 

 

Rückkehr des Lichts

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Ihr Lieben, die Regentschaft von Brigid (= die Strahlende, die die Licht und Wandlung bringt), der jungen weißen Göttin, die das Feuer bewacht, bricht heute an. Dieses Fest wird Imbolc (bedeutet soviel wie „Anlegen der Schafe zum Säugen“) oder in unseren Breitengraden – von der katholischen Kirche „eingeheimst“ – Maria Lichtmess genannt. Die junge Göttin Brigid löst die alte Göttin, die Percht, ab und bringt Licht sowie die kraftvolle Energie des Feuers und der Erneuerung in unser Leben. Es wird gesagt, dass sie auf einem Hirschen reitend, die Samen weckt und die Bäume aus dem Winterschlaf wach rüttelt. Übrigens sind die Lieblingstiere der Brigid der Bär und die Bienen. Ursprünglich wird Imbolc am Tag des Februarvollmondes gefeiert. Für diesen Reinigungs- und Wandlungsprozess ist der Februar geradezu prädestiniert, bedeutet  februare doch „reinigen“.

Was für eine kraftvolle Transformation die stattfindet, wenn der Pflanzensaft wieder ins Fließen kommt und schon in ein paar Wochen die ersten Knospen und Schneeglöckchen zu sehen sind :-)! Wir können uns in den Rhythmus der Natur einschwingen und diese reinigende, freudige, erweckende Energie auch in uns selbst finden, nähren und uns erneuern. Erinnern wir uns, denn diese Kraft fließt auch in uns. Spüren wir tief in uns hinein und würdigen diese Energie in uns. Heißen wir sie willkommen und nutzen sie, um auch in uns Neues entstehen zu lassen. Altes darf gewandelt werden, Energie wird frei und beginnt zu fließen. Neues kann kraftvoll und freudig umgesetzt werden. Wer unterstützend räuchern möchte – die Birke ist Brigid zugeordnet. Außer Birkenrinde können auch Kalmuswurzel, Salbei, Gänseblümchen und Minze wunderbar verräuchert werden.

Hier könnt ihr Dr. Wolf-Dieter Storl lauschen. Er erzählt über das vielseitige Wunderwesen Birke:

Loreena McKennitt holt euch hier mit ihrem „Mummer’s Dance“ musikalisch auf ein Freudentänzchen ab 🙂 :