Unterstützung für Mutter Erde

Eben stieß ich auf diese Seiten vom Nabu, betrift die Aktion #LivingLand Es gibt eine Online-Befragung der EU-Kommission. Es geht um die Zukunft der Agrarpolitik. Bis zum 2. Mai kann man noch mitmachen und abstimmen, für eine bessere und nachhaltigere Landwirtschaft. Weiterführende Infos und das Abstimmungsformular findet ihr hier beim Nabu ! Nebenbei habe ich […]

über Veränderung möglich ? Aktion #LivingLand — naturaufdembalkon

Die liebe Almuth von Natur auf dem Balkon macht auf eine Aktion von LivingLand und dem NABU aufmerksam, die ich für teilenswert halte.

Wenn ich mich so im schönen Allgäu umblicke, muss ich leider sehen, dass die Natur leidet. Die wunderschönen Wiesen werden, kaum strecken die ersten Pflänzchen ihr Köpfchen aus der Erde, mit Gülle überschüttet. Überleben tut – so schön er auch ist – fast nur der Löwenzahn. Vor ca. 20 Jahren sah die Vegetation noch ganz anders aus, erzählten mir die alten Kräuterfrauen aus der Umgebung. Da konnte man auf den Wiesen wirklich noch eine Fülle von heilsamen Kräutern finden und sich an den verschiedenartigsten Blumen erfreuen.

Unsere Tiere brauchen die Kräuter und Blumen sowie gesunde Lebensräume genauso wie wir. Sonst stirbt das Leben langsam aus. Wir sind eingebunden in die natürlichen Kreisläufe, können uns nicht einfach „ausklinken“ und dabei gesund bleiben. Alles ist miteinander verwoben und wirkt miteinander.

Das Ungleichgewicht nimmt leider erschreckende Formen und Ausmaße an. Die Bauern haben das Gefühl, immer mehr erwirtschaften zu  müssen, um überleben zu können. Das hat zur Folge, dass das erste Mal schon Ende April / Anfang Mai alles gemäht wird. Tragisch – denn unsere Bienen & Co. finden keinen Nektar mehr und auch Tierbabys fallen den riesigen Mähmaschinen zum Opfer. Insgesamt ein sehr ungünstiger Kreislauf, dessen Ausmaße zu beschreiben viele weitere Beiträge füllen würde.

Glücklicherweise gibt es zarte Ansätze des Umdenkens. Hier hat ein Bauer wieder auf Mist umgestellt (fragt mich bitte nicht nach dem genauen Unterschied zwischen Mist und Gülle….). Mist stinkt sehr viel weniger und scheint auch für den Boden um einiges gesünder zu sein. Auch die Bewohner des Dorfes freuen sich über die geringe „Geruchsbelastung“. Außerdem mäht der betreffende Bauer frühestens Ende Mai, mit einer Boden schonenden Maschine und das auch nur 3 mal im Jahr. Das spannende ist – der Milchertrag ist nicht etwa zurück gegangen, sondern hat sich signifikant vergrößert!

Als Konsument kann man natürlich selbst sehr viel tun, indem man z. Bsp. auf die Art und Qualität des eigenen Konsums achtet. Doch denke ich , könnte es sehr sinnvoll sein, den Gesetzgebern in der Agrarpolitik ein Signal zu senden, mit dem Bewusstsein geschaffen wird, was der Erde und ihren Wesen mit dieser – im großen Stil praktizierten kurzsichtigen Haltung und Handlung – angetan wird.

Nur „dagegen“ zu sein bringt wenig, daher erscheint mir die Initiative von Living Land  und dem NABU  eine sinnvolle Möglichkeit, eine stärkende Stimme FÜR faires, nachhaltiges und respektvolles Wirtschaften sowie GESUNDE Nahrung zu sein und so ein Stück weit Verantwortung für die Entwicklungen zu übernehmen.

Alle Informationen findet ihr im Blogbeitrag von Almuth oder direkt hier beim Abstimmungsformular vom NABU. Bis zum 02. Mai hat man dort die Möglichkeit mit der eigenen Stimme für eine nachhaltigere, gesündere und faire Landwirtschaft zu plädieren.

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quelle: pixabay
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24 Gedanken zu “Unterstützung für Mutter Erde

  1. Liebe Bettina, vielen Dank, daß du das hier geschrieben hast und das letzte Foto zeigt so wunderbar, was wir an vielen Orten bereits vermissen: bunte Blumenwiesen. Ich freue mich sehr über deinen Beitrag, zumal ich es nicht so gut in Worte fassen kann wie du 🙂 Schön, daß es bei euch auch andere Beispiele gibt und wie toll, daß der Bauer davon profitiert, daß er mehr mit statt gegen die Natur arbeitet ! – Ich kenne mich mit dem Rebloggen noch nicht aus. Könnte ich deinen wunderbaren Text auch rebloggen (oder ist das dann doppeltgebloggt 😉 ?)

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    1. Liebe Almuth, ganz lieben Dank für Deine zustimmende Resonanz! Diese wundervollen Blumenwiesen vermisse ich schmerzlich. Wir nehmen damit uns und anderen Wesen so viel Reichtum und Gesundheit. Da ist es wirklich stärkend zu sehen, dass es auch eine ganz starke Bewegung FÜR die Natur und die Gesundung unseres Wirschaftens gibt. Ich habe das Glück an der Quelle zu sitzen, denn Rapunzel bietet ein wunderbares Forum für nachhaltig denkende Menschen :-).
      Ach geh, Du schreibst doch so wundervoll! Nicht Dein Lichti untern Scheffel stellen :-). Rebloggen kanst Du meinen Artikel indem Du ganz unten unter dem Punkt „Teilen mit“ auf „Rebloggen“ drückst. Dann kannst Du meinen Beitrag ganz automatisch auf Deinem Blog rebloggen und sogar noch etwas dazu schreiben :-). Doppelt gemoppelt hält besser, würde ich in diesem Fall sagen ;-). Liebste Herzensgrüße 🌼🌼🌼

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      1. Ja, ich bin auch froh, daß es schon so viele Menschen gibt, die sich engagieren und nach besseren Wegen suchen !!! Das zeigst du in deinem Blog ja auch immer wieder ! – Ich fand, dein Beitrag las sich so besonders gut 🙂 Genau, doppelt hält besser, dann werde ich mich gleich mal dran versuchen. Ebenso liebe Herzensgrüße, Almuth 🌼🌼🌼

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      2. Ja, das sehe ich auch so. Besser auf die Menschen konzentrieren, die auch etwas bewegen möchten, anstatt im Sich-Aufregen-und-Verzweifeln hängen zu bleiben ;-). Danke für die Blumen und ich wünsche Dir Erfolg bei Deinem ersten Reblog-Versuch 🙂 🌷🌷🌷 Liebste blumig-duftende Sonnengrüße (leider im Moment noch etwas flüssig 😉 ), Bettina 🌷

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      3. So, gesagt, getan. Es sieht zwar etwas unübersichtlich aus, aber für den ersten Versuch 😉 Ja, aufregen muß ich mich hin und wieder mal, aber ich denke auch, wir sollten uns auf die guten Energien konzentrieren. Die wirken ansteckender 🙂

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      4. Ich finde es wunderbar gelungen liebe Almuth :-). Aufregen kann ich mich schon auch ganz gut ;-), nur ist mir aufgefallen – damit bewege ich nix ;-). Du hast völlig recht – die positiven Energien wirken ansteckender! In diesem Sinne hoffe ich, dass wir uns noch ganz oft „anstecken“ 🙂

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  2. Hat dies auf naturaufdembalkon rebloggt und kommentierte:
    Nachdem ich gestern auf die Aktion Living Land zur Abstimmung über eine nachhaltigere EU-Agrarpolitik gestoßen bin, hat die liebe Bettina vom Blog Herzundsternenkind dies aufgegriffen und meiner Ansicht nach die Argumente für eine Teilnahme noch mal gut dargestellt !

    Also bitte mitmachen ! Wir wissen nicht, wieviel es bringt, aber es ist eine Gelegenheit zu sagen: So nicht weiter ! Wir wollen eine Umwelt, in der Mensch UND Tier UND Pflanzen sich wohl fühlen und miteinander leben können. Keine weitere Ausbeutung von Natur und Umwelt zu Lasten aller Lebewesen ! Dafür müssen wir umsichtiger miteinander umgehen. Es gibt keine endlose Profitsteigerung ohne Rücksicht auf Verluste. Zumal viele Bauern bei diesem Weg auf der Strecke bleiben. Es geht nur miteinander, mit gegenseitigem Respekt und in Achtung vor Mutter Natur !

    Bis zum 2. Mai könnt ihr abstimmen ! Link findet ihr bei mir im Blog oder in Bettinas Beitrag !

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    1. Das hat ja ganz wunderbar geklappt :-). Dein Aufruf ein gesundes, respektvolles Miteinander zu kreieren kommt bei mir direkt im Herzen an :-)! Wen es interessiert kann sich hier zu einem nachhaltigen Wirtschaftsmodell informieren. Prof. Dr. Paech erzählt sehr verständlich von seinem Modell:
      https://herzundsternenkind.wordpress.com/2016/10/31/postwachstumsoekonomie-vom-konsumzwang-zu-mehr-freiheit/?frame-nonce=5d26451abe
      Liebste Grüße 🙂

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  3. Das war ein wertvoller Impuls, uns gleich gleichsam auf das zu stoßen, worauf du gestoßen bist, liebes Sternenkind. 🙂
    Grün ist eben nicht immer auch grün. Bei unseren „schön grünen“ Landschaften gilt ja bei näherem Hinsehen oft: die Wüste wächst. Das Bild, mit dem du deinen Beitrag verschönert hast, hat inzwischen schon so weit Seltenheitswert, dass nicht wenige es für eine Fotomontage halten könnten.
    Grundsätzlich sehe ich das auch so – als Konsument hat man eigentlich den größten Einfluss. Eine bekannte Redensart lautet zwar: was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Es gilt aber auch: Was der Konsument nicht frisst, das produziert der Bauer nicht (mehr lange). Der Geldschein als „Wahlzettel“ ist in vielen Fällen recht effizient. Dennoch kann es nicht schaden, auch andere Hebel in Bewegung zu setzen. Denn die Politik torpediert ja den positiven Einfluss der Bürger wieder, wenn für das Wüstenwachstum reichlich Fördergelder fließen.
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    1. Liebsten Dank für Deine wertschätzende und erweiternde Resonanz! Und für das bezaubernde Bienenbild 🙂 🌻. Du hast völlig recht – wenn Subventionen munter in die Wüstengestaltung fließt, dann erschwert das den Bauern eine Umstellung auf ökologisch wertvollen Anbau und lebensfreundliche, würdige Tierhaltung. Vor allem kreiert es auch den Anschein, dass alles in Ordnung und völlig „normal“ läuft, ja sogar unterstützenswert sei. Das geht in die ganz falsche Richtung. Vor noch gar nicht allzu langer Zeit wusste man noch, wann man Holz schlägt, welche Fruchtfolgen zu beachten sind und welche Pflanzen sich gerne haben und sich im Wachstum begünstigen. Wenn es nicht ein paar weise Menschen gäbe, die dieses Wissen hüten und weitergeben, wären diese Schätze verloren. So fühle ich mich mehr und mehr aufgefordert, mich auf das alte Wissen zu besinnen. So eine wunderschöne Blumenwiese habe ich leider noch nicht „in echt“ gesehen 😪
      Mein Malversuch für Dich 😉
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      1. Aah. Lieben Dank für diese feine und lebensvielfältige Bilderzugabe. 🙂
        Ja, das alte Wissen geht in erschreckendem Tempo verloren. Wobei ich mich hier auch frage, wie weit solches Wissen letztlich seine Gültigkeit behält, wenn zunehmend gentechnisch veränderte Pflanzen in Umlauf gelangen. Mir jedenfalls sind die notorisch gewinnmaximierenden Saatgutgiganten nicht geheuer.
        Ähnlich vielfältige Wiesen – mit massenhaft Faltern und Heuschrecken – habe ich zwar schon gesehen. Aber das ist eine Weile her. Vielleicht finde ich aber noch so ein ähnliches Biotop. Makuckn. 🙂
        🌻🌻🌻
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        🐻 … 😇

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      2. So gern :-). Deine Bedenken verstehe ich sehr gut. Dieser Film hat zwar auch keine „fertigen“ und allgemeingültigen Antworten, aber er zeigt sehr gute Möglichkeiten auf im Einklang mit der Natur zu leben:

        Ich guck auch weiter nach solch einem wunderschönen Biotop. Wenn ich’s gefunden habe, gebe ich Bescheid 😉
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        😀

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      3. Vielen Dank für diesen Link. Dieser Film zeigt jedenfalls einen wichtigen Schlüssel. Nämlich, dass man ein so riesiges Problem nicht als Ganzes anpacken kann, sondern, dass man einfach tun muss, was man tun kann (weil man ja eh nur tun kann, was man tun kann). Wenn man das in zu großem Stil angehen will, richtet man letztlich gar nicht viel aus – oder man fällt ob der Größe der Problematik in die Komaehnixmocha-Starre.
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      4. Sehr gerne. Dieser Film ist wirklich fantastisch, bei der Tiefe der Themen sogar humorvoll, voller Liebe und Mut machend! Das ist wohl ein wichtiger Aspekt – immer dort anfangen, wo ich gerade wirklich etwas tun kann, was innerhalb meiner Möglichkeiten liegt. Sonst scheint die Aufgabe schnell wie ein unüberwindbarer Berg. Und man fällt womöglich in die berühmte KOMAehnixmocha-Starre 😮 (wieder so ein klasse Wort 😀 )
        🐬🐬🐬💙🐳🐳🐳💙🐋🐋🐋

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      5. Ui, ich bin ja schon so gespannt auf die eigentliche Bedeutung der Eselsbrücke und reime mir inzwischen, dank Deines Hinweises, schon einiges zusammen ;-). Die von Dir herbei gewünschte Engelsbrücke hat mir eine behütete und entspannte Nacht geschenkt :-). Lieben Dank dafür 💚 und Dir einen leichten, auf Engelsschwingen getragenen Tag 🐬🐬🌹🌹🐞🐞 🙂

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      6. Hehe. Darauf bin ich ja auch gespannt. Denn so ganz kristallklar ist für mich die Sache auch noch nicht. Ich muss also auch noch ein wenig reimen. 😉
        Dass die Engelsbrücke wirksam war, überrascht mich zwar nicht, freut mich aber umso mehr. 🙂 Auch dir einen engelsbeflügelten Tag. 🌺🌺🌺

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