Harfe trifft Saxophon

Heute morgen durfte ich einem Interview lauschen, in dem zwei faszinierende junge Künstler zu Wort kamen. Ich bin berührt und begeistert von ihrer Haltung, ihrer Vision und so möchte ich euch darüber erzählen und vor allem die Klänge mit euch teilen :-).

Es geht um Hila Ofek (übrigens die Enkelin von Giora Feidman) und André Tsirlin. Die beiden sind sowohl musikalisch als auch privat ein inniges Paar. Außergewöhnlich und sehr bezaubernd finde ich die harmonische Verschmelzung von Harfe und Saxophon.

Diese bezaubernde Harmonie, die auch zwischen den beiden Musikern fließt, überträgt sich spielerisch auf den Lauschenden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die Menschen im Herzen zu berühren. Mit dem Publikum eins zu werden und heilsam zu wirken. Es geht ihnen nicht darum, besonders schnell, technisch ausgefeilt oder perfekt zu spielen (obwohl sie dies ganz sicher tun). Es liegt ihnen am Herzen, die Musik als Kommunikationsmittel einzusetzen, das global verstanden wird. Sie sind davon überzeugt: Wenn wir miteinander kommunizieren braucht es keine Kriege mehr. Denn wenn wir miteinander sprechen, können wir einander verstehen. Musik baut eine Brücke der Kommunikation, von Herz zu Herz, jenseits vermeintlicher sprachlicher oder kultureller Barrieren.

Ist das wundervoll? Hier entlang, geht es zu den Klangbädern, mit denen ich euch friedliche Einkehr und viel Freude wünsche 💕

 

 

Versöhnung

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quelle: pixabay

Warum Versöhnung? Geht das Leben nicht einfach weiter? Sollten wir nicht einfach „loslassen“ und uns nicht mehr mit dem Vergangenen beschweren, so nach dem Motto: „Was interessieren mich meine Worte und Taten von gestern? Sie sind doch Vergangenheit. Ich lebe doch im Hier und Jetzt!“.

Sicher, im Hier und Jetzt zu leben ist eine essentielle Grundausrichtung, die uns befähigt sowohl unsere Vergangenheit als auch unsere Zukunft zu gestalten. Zu glauben, dass das Hier und Jetzt wie abgeschnitten ist von der Vergangenheit bzw. der Zukunft empfinde ich aus diversen Gründen unrealistisch. Wer sagt denn, dass die Zukunft nicht bereits gleichzeitig  mit dem Hier und Jetzt existiert ;-)? Alles bedingt einander – meine Vergangenheit das Hier und Jetzt ebenso, wie sie auch in meine Zukunft schwingt, sie betrifft und gestaltet. Im Hier und Jetzt habe ich die Möglichkeit, in mir eine Ordnung zu schaffen, die mir authentisch entspricht. Mich zu versöhnen und Frieden zu finden. Dies hat – linear betrachtet – Auswirkung auf das Vergangene und das Zukünftige.

Weder das „im alten Mist wühlen“ noch das „verdrängen“ schenken innere Erlösung. Beides zieht wie ein Magnet immer wieder in die alten Bahnen, weil das Unerlöste ja erlöst werden will. So habe ich mich auf den Weg gemacht, Frieden zu schließen. Dem Mist die Hand zu reichen und ihn mit Liebe zu düngen :-). Nicht weil alles so so dolle war, sondern weil in jeder Situation ein Geschenk liegt. Dieses Geschenk vom „Mist“ zu befreien und anzunehmen, ist sehr erlösend :-). So kann sich der Mist in seine Qualität verwandeln, vielleicht der Humus werden, der den Seelen-Blumen einen nahrhaften Boden schenkt. So kann ich meine Vergangenheit „sein lassen“ als Teil meines Seins. Sozusagen als erlöster friedvoller Mist, der meinen inneren Boden einzigartig macht. So spuken die einmal bewusst gewordenen alten Geister auch nicht länger im Unterbewusstsein herum, müssen sich auch nicht unnötig aufplustern um gesehen zu werden. Random Randomsen hat mir für diesen Prozess ein wundervolles Bild geschenkt. Er sagte: „Die Gelassenheit, mit der ein Baum in seiner Umgebung verwurzelt ist. Wobei der nährende Humus teilweise aus Blättern besteht, die in früheren Jahren, vielleicht Jahrzehnten, abgeworfen wurden. Das schiene mir ein schönes Bild für den mit seiner Vergangenheit versöhnten Menschen.“

Wie fühlt sich dieses Bild für Dich an?

Für mein Gefühl kommen wir unserem Wesenskern mit jedem versöhnlichen Schritt ins Bewusste Sein näher. Dieser wahrhaftige Wesenskern wird immer klarer und feiner sicht-, leb- und hörbar, ohne Schnick Schnack oder Masken. Wir können uns aufrichten und uns kraftvoll entfalten.

Snatam Kaur schenkt uns mit dieser Live-Aufnahme ein sehr versöhnliches, Frieden stiftendes Mantra. Ich wünsche euch damit friedvolles Ankommen im Herzen:

Ong Namo – Ich verbeuge mich vor der göttlichen Weisheit

Guru Dev Namo – Ich verbeuge mich vor dem göttlichen LehrerIn in mir

In diesem Sinne wünsche ich euch einen versöhnlichen, freudigen Sonntag ❤️

 

Mutterliebe

Diese Klänge und Bilder berühren im Herzen. Liebe ist der Boden für Frieden. Die Bilder zeigen euch die Bewegung von „Women Wage Peace“. Yael Deckelbaum hat dieses berührende Lied geschrieben, und singt es zusammen mit jüdischen, christlichen und muslimischen Frauen in die Welt. Let there be peace!

 

Neubeginn

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copyright marinus speksnijder

Ihr Lieben, ich hoffe, ihr seid wohlbehalten in 2017 angekommen und wünsche euch von Herzen ein wundervolles neues Jahr!

So ein Neubeginn lädt ein, Rückschau zu halten und eine Aktualisierung des  Standortes durchzuführen. Was ist stärkend in meinem Leben? Welche Situationen und Herausforderungen haben mich wachsen lassen? Was blockiert mich in meinem Leben? Sind es Glaubenssätze, Vorstellungen, Situationen oder Verbindungen? Bin ich bereit Veränderungen vorzunehmen? Was dient meiner Gesundheit – ob körperlich oder geistig? Was nährt mich?

So ein inneres „Reinemachen“ ist für eine geklärte Ausrichtung sehr förderlich. Wir dürfen uns von Ballast befreien, die Segel setzen und mit dem Fluss des Lebens fließen. Das geht viel leichter, wenn wir mit einer klaren Ausrichtung ins neue Jahr starten. Auch Kursänderungen fallen leicht, wenn das Ziel klar ist. Streiten sich Herz und Verstand, was nun der „richtige“ Kurs ist – verfügen wir glücklicherweise über eine sehr weise Instanz die wir befragen können, wenn Kopf und Bauch im Konflikt sind.

Beziehen wir uns auf unsere Seelenessenz, denn diese schenkt uns immer den entscheidenden wahrhaftigen Impuls. So befrieden wir unsere inneren Konflikte. Wir finden in uns in den Frieden und das ist der erste Schritt, damit äußerer Frieden entstehen kann.

Eine kleine Übung, die mir hilft, Klarheit im Kopf-Bauch-Konflikt zu finden, ist folgende Betrachtungsweise: Ich versetze mich gedanklich in die Situation für die ich eine Lösung/Klärung wünsche. Ich stelle mir bildhaft verschiedene Möglichkeiten vor, aus verschiedenen Perspektiven. Ich beobachte mich und meine körperlichen Empfindungen dabei (nehme dabei also die Position einer unbeteiligten Beobachterin ein, stellt euch z. Bsp. vor ihr sitzt auf einem Hügel/Berg und beobachtet euch in der Situation von oben) um heraus zu finden, bei welcher Möglichkeit bzw. Perspektive der größte freudige Sog entsteht. Was zieht mich freudig an, auch wenn ich vielleicht Angst vor dem Schritt ins Ungewisse habe? So fördern wir eine ausgewogene innere Kommunikation, bei der Kopf und Bauch gleichermaßen einbezogen werden und die Weisheit unserer Seelenessenz wirksam werden kann, denn – sie zeigt den Weg der Freude, der Leichtigkeit. Ohne dem Kopf oder dem Bauch die Existenzberechtigung abzusprechen, sich auf nur eine oder zwei Möglichkeiten zu fixieren oder gar wichtigen Lernthemen auszuweichen. Sie schenkt uns die Freude, auch den steinigen, unbequemen Weg zu gehen, der uns zu unseren Schätzen führt.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein friedliches, freudiges, gesundes und liebevolles neues Jahr! Erlauben wir uns in diesem Jahr immer wieder kleine neue Anfänge zu wagen, ausgetretene Pfade zu verlassen, unerschrocken und voller Freude unsere inneren Schätze zu bergen und sie strahlend mit der Welt zu teilen. Reichen wir der Angst liebevoll unsere Hand und begleiten sie in die Liebe.

Für mich ist das Aufschreiben und Teilen meiner Gedanken und Sichtweisen ein großer Schritt heraus aus meiner „Komfortzone“. Ich danke euch von Herzen, dass ihr mir eure Aufmerksamkeit schenkt und einen sehr bereichernden, stärkenden und inspirierenden Austausch ermöglicht!

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copyright marinus speksnijder

 

Frohe Weihnachten

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„Man kann gar nicht oft genug im Leben das Gefühl des Anfangs in sich aufwecken, es ist so wenig äußere Veränderung dafür nötig, denn wir verändern ja die Welt von unserem Herzen aus, will dieses nur neu und unermesslich sein, so ist sie sofort wie am Tage ihrer Schöpfung und unendlich.“
― Rainer Maria Rilke

 

Ihr Lieben, ich wünsche euch von Herzen frohe, besinnliche und freudige Weihnachtstage! Ich wünsche euch, dass ihr das Licht in euch spüren könnt. Das Licht, das uns alle verbindet und in unseren Herzen zu Hause ist, verstärkt zu fühlen und sich darauf zu besinnen, schenkt tiefe Freude und Frieden. Mit diesem Licht tatsächlich und untrennbar verbunden zu sein schenkt Sicherheit und Stabilität. Es ist eine unermessliche Fülle, die wir in uns tragen. Diese Fülle fried- und liebevoll zu teilen, schenkt noch größere Erfüllung. Besinnen wir uns auf diese Fülle, die währt und wahrhaftig ist.

Schenken wir uns Zeit und Aufmerksamkeit. Teilen wir unsere Gedanken, Hoffnungen und Sorgen. Es wird durch die wechselseitige Annahme leichter. Begrüßen und feiern wir das Licht in uns und lassen es hinaus strahlen in diese Welt, die es gerade so dringend benötigt. Wir können wirklich etwas verändern – nur mal so für den Verstand 😉 – das elektromagnetische Energiefeld unseres Herzens ist etwa 5000-fach stärker als das unseres Gehirns! Beide zusammengenommen, tragen wahrhaftig kraftvolle Möglichkeiten der Veränderung in sich.  Lassen wir dieses Licht fortwährend strahlen, nicht nur an Weihnachten. Nehmen wir es mit ins neue Jahr, erinnern wir uns immer wieder daran, auch wenn es uns mal nicht so gut geht. Vielleicht sind wir hin und wieder all-ein, damit wir uns klarer spüren und erkennen, mit uns selbst in Frieden finden können. Wir sind verbunden, nie einsam.

 

Gute Nachrichten

Die Schreckensnachrichten häufen sich und stellen uns vor viele Herausforderungen. So folge ich nun meinem Impuls, diesem Leid stärkende Gedanken an die Seite zu stellen und diese mit euch zu teilen.

Letzten Sonntag war ich in München auf einem Konzert im Brunnenhof. Lange wurde diskutiert, ob dieses Konzert überhaupt stattfinden könne. Die Dirigentin fand stärkende und zu Herz gehende Worte. Sie sagte sinngemäß, dass Musik ein Ausdruck der Seele ist, die Leid und den Schmerz tröstend in ihre Arme nimmt. Aus diesem Grund fand das Konzert statt und in jedem gespielten und gesungenen Ton spiegelte sich Mitgefühl, Liebe und die Freude am Leben – mit all seinen Facetten – wider. Wir können den Schmerz, den Schock, die Trauer und das Leid nicht ungeschehen machen, aber wir können das uns Mögliche tun.

Wir können unsere eigenen Ängste und damit die Ängste und Emotionen die gerade kollektiv durcheinander schwingen liebevoll an die Hand nehmen. Ihnen einen geschützten und heilsamen Raum geben, damit wir nicht in diesen unerlösten Emotionen  stagnieren, sondern Heilung möglich ist. Gerade wenn Worte nicht mehr ausreichen oder gar fehlen, kann Musik ein Weg sein.

Auch in der Ukraine machen sich Hunderttausende, manche sprechen auch schon von über eine Million Menschen, auf den Weg. Für FRIEDEN und LIEBE! Sie singen und beten auf ihrem Marsch nach Kiew. Sie zeigen, dass sie genug von Krieg und Leid haben und verleihen dieser klaren Haltung friedvoll Ausdruck.

Wie würde unsere Welt aussehen, wenn wir uns alle auf den Weg machen, für FRIEDEN und LIEBE? Jeder hat natürlich seinen eigenen Weg, eine eigene Form des Ausdrucks. Die innere Haltung ist ausschlaggebend. Der Wunsch im eigenen Sein für Frieden und Liebe einzustehen, sie zu leben und zu verkörpern ist die Ebene auf der wir uns alle – unabhängig von Konfession oder Herkunft – friedlich begegnen können.

Hier findet ihr ein Video vom Friedensmarsch in der Ukraine:

Lasst euch verzaubern von den Klängen, die am Sonntagabend den Brunnenhof sowie die lauschenden Menschen im Herzen berührt und verzaubert haben:

Sommernachtstraum, Ouverture Op. 21

Solveig’s Song

Der erste Friede

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Der erste Friede, der wichtigste, ist der, welcher in die Seele des Menschen einzieht; wenn die Menschen ihre Verwandtschaft, ihre Harmonie mit dem großen Universum einsehen und wissen, dass im Mittelpunkt der Welt das große Geheimnis wohnt.

Und dass diese Mitte tatsächlich überall ist; sie ist in jedem von uns. Das ist der wirkliche Friede. Alle anderen sind lediglich Spiegelungen davon.

Der zweite Friede ist der, welcher zwischen Einzelnen geschlossen wird. Und der dritte ist der zwischen Völkern.

Doch vor allem sollt ihr sehen, dass es nie Frieden zwischen Völkern geben kann, wenn nicht der erste Friede vorhanden ist, welcher innerhalb der Seele wohnt.

altes Navajo-Gedicht