Herzensweisheit

Adieu, sagte der Fuchs.

love-686644_1280
quelle: pixabay

Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach:

Man sieht nur mit dem Herzen gut.

Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

Antoine de Saint-Exupéry, Der Kleine Prinz

 

 

 

Heute möchte ich euch einladen, tiefer in ein Herzens-Thema mit mir einzutauchen.

„Folge Deinem Herzen“ oder „Erkenne die Weisheit Deines Herzens an“ sind schöne Sätze, die heutzutage an bestimmten Stellen fast inflationär verwendet werden und an anderer Stelle ins Lächerliche gezogen, als romantisch-verklärte Weltsicht abgetan oder gar ganz abgelehnt werden. Was aber ist ihr tieferer Sinn? Was, wenn diese Sätze lebendig in und durch uns werden? Was ist denn überhaupt die Funktion unseres Herzens?

Um sicht- und fühlbar werden zu lassen, dass diese Sätze und die damit verbundene Haltung keineswegs in die romantisch-verklärte Ecke zu stellen sind, habe ich vor längerer Zeit das Seminar „Die Quelle der Herzensweisheit erforschen“  entwickelt. In diesem Seminar vermittle ich verbindend wissenschaftliche Erkenntnisse mit spirituellen Sichtweisen. Die Kraft einer kohärenten Herz-Hirn-Verbindung in meinem eigenen Leben anzuerkennen und damit aktiv zu gestalten, ist für mich mittlerweile unverzichtbar geworden. Sonst fühlt es sich irgendwie nicht „rund“ an.

Heute möchte ich einen Teil dieser Forschungsarbeit mit euch teilen – mit dem Fokus auf TEILEN, denn ich bin keine Medizinerin und habe auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit der Inhalte meines Beitrags.. Ich möchte damit inspirieren, zum Nachsinnen oder zum Wechsel der Blickrichtung anregen 🙂.

DAS HERZ

Ist das Organ Herz lediglich eine Pumpe, die unseren Blutkreislauf in Bewegung hält? Warum kann sich unser Herz kalt anfühlen oder warm, sogar brennend? Warum beginnt unser Herz schneller zu schlagen, wenn wir einem bestimmten Menschen begegnen? Kann das Herz bei großem Kummer brechen? Auf letztere Frage kann die Wissenschaft mittlerweile mit „Ja“ antworten.

Die Psycho-Kardiologie befasst sich seit einigen Jahrzehnten mit diesen Fragen und erforscht das Zusammenspiel zwischen Herz und Seele. Das HearthMath-Institute in Kalifornien ist führend auf diesem Gebiet: dort untersuchen Kardiologen, Neurologen zusammen mit Psychologen, die Auswirkungen unserer Gefühle, unserer Wahrnehmungen, auf unser Herz und andersherum.

Ich möchte euch von einem dort durchgeführten Test berichten. Der Test verlief wie folgt: Die Probanden mussten auf einen Bildschirm schauen. Dort wurden ihnen harmonische Bilder von Tieren, Flüssen, Wasserfällen und Bäumen gezeigt. „Ohne Vorwarnung“ wurde auf einmal das ein Bild einer zischenden Schlange oder eines Autounfalls eingeblendet. Während des Tests wurden die Gehirnströme und die Herzfrequenz der Probanden überwacht. Bemerkenswert: etwa 5 – 7 Sekunden BEVOR das schreckliche Bild auftauchte machte bereits der Herzrhythmus einen messbaren Sprung. Wie kann dies sein?

Das Herz nimmt offensichtlich intuitiv wahr, bevor ein Vorfall für uns bewusst stattfindet. Denn im Energiefeld ist der Impuls ja schon vorhanden. Unser Gehirn weiß nur noch nichts davon.

Die Psychokardiologie hat außerdem heraus gefunden, dass das Herz an der Entscheidungsfindung von Reaktionsmustern maßgeblich beteiligt ist. Das Herz verfügt über ein weitverzweigtes, selbstorganisiertes System, dass das Gehirn in seiner Wahrnehmung maßgeblich prägt und beeinflusst. Das Herz ist das erste Organ das bei der embryonalen Entwicklung ausgebildet wird. Es beginnt zu schlagen, bevor sich das Gehirn ausgebildet hat. Der Neurokardiologe Dr. Andrew Armour geht sogar davon aus, dass diese Tatsache dem Grundsatz widerspricht, das Gehirn würde das zentrale Nervensystem steuern. Die Forschungsergebnisse der Neurokardiologie legen nahe, dass sich Herz und Gehirn in einem ständigen Austausch befinden und sich gegenseitig beeinflussen.

Unser Herz verfügt über rund 40.000 eigene „Gehirnzellen“. Dr. Armour konnte in seinen Forschungen sogar nachweisen, dass das Herz über ein eigenes Nervensystem verfügt mit dem es koordiniert, Informationen aufnimmt und verarbeitet – also lernt und sich erinnern kann. Er entwickelte das Konzept „Heart Brain“ und sprach als einer der Ersten über die Herz-Intelligenz. Unser Herz produziert sogar Hormone wie das Stresshormon Noradrenalin oder Dopamin und gibt diese an unser zentrales Nervensystem ab.

Auch tauscht sich unser Herz ständig mit der Amygdala, dem Mandelkern, die sich in unserem Gehirn befindet, aus. Dieser Bereich ist für Emotionen, tiefliegende Empfindungen „zuständig“. Auch Traumata sind in diesem Bereich des Gehirns gespeichert. Die Signale unseres Herzens beeinflussen nachweisbar die Muster unserer Gehirnströme. Dies wirkt sich auf unsere Emotionen und letztendlich auf unsere Gesundheit aus.

Negative Emotionen zeigen sich im Herzrhythmus mit unruhigen, spitzen, weit ausschlagenden Berg- und Talfahrten, positive mit weichen, runden, harmonischen Wellen. Unser Herz reagiert hypersensitiv auf innere sowie äußere Reize, um seinen Rhythmus den Gegebenheiten anzupassen.

Man nennt das „Heart Rate Variability“ oder zu deutsch „Herzschlagfolge“. Unser Herz schlägt nicht getaktet wie ein Uhrwerk, kein Herzschlag folgt im selben Abstand auf den anderen. Es reagiert auf unseren Zustand und versucht ständig auszubalancieren. Der Herzrhythmus hat sogar Auswirkung auf die Kapazität unseres Gehirns, Informationen zu verarbeiten und zu speichern und kreative Lösungen für z. Bsp. Probleme zu finden. Unser Herz nimmt Reize sogar im Schlaf wahr und verarbeitet diese.

Man hat in weiteren Versuchen festgestellt, dass sich der Herzrhythmus sofort positiv verändert, wenn sich die Probanden auf ihr Herz in einem Zustand von Liebe, Dankbarkeit und Wertschätzung fokussierten. Das Herz hat den größten Einfluss auf unser autonomes peripheres Nervensystem. Dies besteht aus dem sympathischen und parasympathischen Nervensystem. Diese sind vergleichbar mit Gas und Bremse. Ganz einfach:

Sympathisch = Gas

(ist aus dem lateinischen abgeleitet und bedeutet soviel wie „in Beziehung stehend“)

Parasympathisch = Bremse

Diese beiden stellen die Balance zwischen An- und Entspannung in unserem Herzen/unserem Körper her. Wenn wir z. Bsp. aufgeregt sind beginnt unser Herz schneller zu schlagen, wir erröten etc. Wenn wir dann z. Bsp. tief und ruhig atmen, aktivieren wir unsere Bremse, das parasympathische Nervensystem.

Wenn wir unser Leben lang auf’s Gas drücken, ermüdet unser Herzmuskel und ist quasi ständig unter Druck und fährt wie von selbst viel zu schnell, so als würden die Bremsen beim Auto nicht mehr funktionieren. Das parasympathische System, unsere Bremse, ist unterdrückt/blockiert. Hieraus können diverse körperliche Symptome entstehen, bis hin zum Herzinfarkt.

Ein weiteres Symptom nennt man „Broken Heart Syndrom“ oder zu deutsch „Gebrochenes-Herz-Syndrom“. Die Symptome gleichen einem Herzinfarkt – ohne einen entsprechenden körperlicher Befund. Diese Erfahrung durfte ich mit Anfang 20 selbst machen. Damals tappte man lange im Dunkeln, was mit mir los ist. Für mich ein drastischer Weckruf, grundlegendes in meinem Leben zu verändern. Denn das Herz zeigt mit dieser Symptomatik an, dass wir uns von unserer inneren Wahrheit entfernen, etwas in unserem Leben aus der Balance geraten ist.

Dr. Servan-Schreiber, Kardiologe, Psychologie und Autor (einer der führenden Persönlichkeiten auf dem Gebiet der Herz-Intelligenz, leider schon verstorben) beschreibt in seinen Forschungen, wie unerlässlich es ist, das parasympathische Nervensystem zu stärken.

Wie können wir aktiv das parasympathische Nervensystem stärken? Wut z. Bsp. macht den Herzrhythmus nachweislich chaotisch (Buchtipp: Die Neue Medizin der Emotionen, S.58). Eine positive Erinnerung hingegen erzeugt binnen weniger Minuten einen kohärenten Herzrhythmus. Wie kann dieser erzeugt werden? Man richtet dabei die Konzentration nach innen, die Atmung ist ruhig und tief und man konzentriert sich auf ein stärkendes Gefühl oder eine stärkende Erinnerung, die einen an z. Bsp. Liebe, Freude, Dankbarkeit erinnern.

Dr. Servan-Schreiber sagt, man könne diese Kohärenz in jeder Lebenslage herstellen – in einer Supermarktschlange, während eines Streits, eines Meetings etc. Ich kann aus eigener Erfahrung berichten – er hat völlig recht 😊.

Eine Langzeitstudie geht noch weiter: 201 Frauen und Männer mit verengten Herzkranzgefäßen waren die Zielgruppe. Die Hälfte der Probanden lernte Transzendentale Meditation. Die Meditierenden erlitten weniger Herzinfarkte, Schlaganfälle etc. Eine neuere Studie belegt: Ärzte arbeiten mit ihren Patienten über die Visualisierung des Organs Herz. Sie lassen Menschen mit verengten Gefäßen/Arterien sich auf diese konzentrieren und in einem gesunden Zustand visualisieren. Das Ergebnis: die Verkalkung löste sich meist ganz ohne Operation!

Die wichtigsten Zutaten sind allerdings Achtsamkeit und Geduld. Ein Zitat von Dr. Servan-Schreiber beschreibt es sehr treffend: „Das Herz ist manchmal nach Jahren der Missachtung wie ein Tier, das lange in einem Winterschlaf versunken war und die ersten Sonnenstrahlen der Frühlingssonne sieht. Langsam öffnet es erst das eine Auge, dann das Zweite und wird erst wirklich wach, wenn es sich davon überzeugt hat, dass das milde Wetter keine vorübergehende zufällige Erscheinung ist.“

Buchtipp & Quelle: Dr. Daniel Servan-Schreiber / „Die neue Medizin der Emotionen

Wer möchte, kann hier mit einem Vortrag von Dr. David Jernigan die Thematik vertiefen:

Das war das erste Häppchen, das zweite – in dem wir tiefer in die „Herstellung“ der Herz-Gehirn-Kohärenz und ihre positive Auswirkung tauchen werden – folgt in Kürze ❤️

Ich wünsche euch von Herzen einen guten Start in eine vitale Woche ❤️

 

 

 

 

Mal laut drüber nachgedacht – die Welt braucht mehr Liebe

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht – bei mir schwingt die klangliche Liebeswelle, die Arabella los geschwungen hat, immer noch wunderschön nach. Und weil es so schön ist und meiner Meinung nach diese Welt gar nicht genug Liebe bekommen kann, teile ich mit euch ein weiteres zauberhaftes Liebeslied und wünsche euch ein ebensolches Wochenende 💖💖💖

 

Harfe trifft Saxophon

Heute morgen durfte ich einem Interview lauschen, in dem zwei faszinierende junge Künstler zu Wort kamen. Ich bin berührt und begeistert von ihrer Haltung, ihrer Vision und so möchte ich euch darüber erzählen und vor allem die Klänge mit euch teilen :-).

Es geht um Hila Ofek (übrigens die Enkelin von Giora Feidman) und André Tsirlin. Die beiden sind sowohl musikalisch als auch privat ein inniges Paar. Außergewöhnlich und sehr bezaubernd finde ich die harmonische Verschmelzung von Harfe und Saxophon.

Diese bezaubernde Harmonie, die auch zwischen den beiden Musikern fließt, überträgt sich spielerisch auf den Lauschenden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die Menschen im Herzen zu berühren. Mit dem Publikum eins zu werden und heilsam zu wirken. Es geht ihnen nicht darum, besonders schnell, technisch ausgefeilt oder perfekt zu spielen (obwohl sie dies ganz sicher tun). Es liegt ihnen am Herzen, die Musik als Kommunikationsmittel einzusetzen, das global verstanden wird. Sie sind davon überzeugt: Wenn wir miteinander kommunizieren braucht es keine Kriege mehr. Denn wenn wir miteinander sprechen, können wir einander verstehen. Musik baut eine Brücke der Kommunikation, von Herz zu Herz, jenseits vermeintlicher sprachlicher oder kultureller Barrieren.

Ist das wundervoll? Hier entlang, geht es zu den Klangbädern, mit denen ich euch friedliche Einkehr und viel Freude wünsche 💕

 

 

Herzkramen goes Herzundsternenkind

heart-814950_1280
quelle: pixabay

Vor ziemlich genau 10 Tagen hat Random Randomsen zum großen „Herzkramen“ aufgerufen. Er hat diese Herzkramerei nicht nur den Nominierten seines Liebster Awards vorbehalten. Jeder, der den Impuls zum Herzkramen verspürt, darf seine Begriffe hemmungslos kreativ frei und flexibel interpretieren. Vielleicht auch etwas für Dich? Für mich klang das nach viel Freude. So ist bei mir gleich eine ganze Geschichte daraus geworden. Ich habe mich dabei an den 11 Hauptbegriffen orientiert. Die jeweils 11 Assoziationen überlasse ich gerne anderen :-). Wer Lust hat – lese selbst 🙂 :

Es war einmal ein Herzchen. Es lebte auf dem Planeten elfmalelf. Ein wundervoller Planet, voller Liebe und Schönheit. Alles war in vollkommener Ordnung. Doch Herzchen kannte jeden Stein, jedes Blatt. Sie wusste, da war noch viel mehr! Sie wollte das Universum erkunden, die unendlichen Möglichkeiten erforschen, die außerhalb ihres Planeten lagen. Was würde sie wohl erwarten? Ihre innere Stimme wurde immer lauter und es drängte sie förmlich, aufzubrechen und ihrer Bestimmung zu folgen. Herzchen vibrierte vor Aufregung, denn nun musste sie Farbe bekennen. Es fiel ihr nicht leicht, den Mut zu finden und ihren Lieben von ihrer außergewöhnlichen Sehnsucht zu erzählen. Zum ersten Mal fühlte sie eine kleine Angst in sich aufsteigen. Was würden ihre Liebsten wohl sagen? Würden sie sie für verrückt erklären?

Herzchen sammelte ihren ganzen Mut und trommelte ihre Liebsten zusammen. Sie holte tief Luft, ihr Herz rumpelte wie wild. Und dann begann sie zu sprechen: „Ich muss euch etwas sagen. Es fällt mir nicht leicht und dennoch ist es mir ein Herzensanliegen meine Wahrheit mit euch zu teilen“ begann sie. Stille erfüllte den Raum. Alle Aufmerksamkeit richtete sich nun auf Herzchen. „Ich muss das Universum erkunden. Ich habe so viele inspirierende Geschichten gehört. Doch drängt es mich, selbst Erfahrungen zu sammeln, mir selbst ein Bild zu machen. Was ist da draußen? Wie fühlt es sich an? Warum ist es da draußen so anders als bei uns? Ich wünsche mir so sehr, dass ihr mir euren Segen für meine Reise schenkt.“

Immer noch herrschte absolute Stille. Doch Herzchen konnte einen stetig heller werdenden Schimmer im Herzen ihrer Liebsten wahrnehmen (die Bewohner auf dem Planeten elfmalelf konnten direkt in die Herzen ihres Gegenübers blicken. Das machte das Miteinander sehr viel leichter). Dann brach unvermittelt ein freudiger Jubel aus. Ihre Liebsten klatschten, lachten und umarmten ihr Herzchen. „Natürlich folgst Du deinem Herzen und erkundest das Universum! Unsere Liebe und unser Segen sind mit Dir. Wir sind an Deiner Seite, über unsere Herzen miteinander verbunden. Gehe Deinen Weg. Und wenn Du zurück kommst, dann freuen wir uns über jede Geschichte, die Du mit uns teilen möchtest.“

Sie lagen sich in den Armen und waren erfüllt von der tiefen Liebe, die sie verbindet. Eine Liebe, die frei lässt, unterstützt und das Beste im anderen zum Vorschein bringt. Herzchen machte sich sogleich daran, ein paar wichtige Dinge einzupacken, wie z. Bsp. eine Sternenkarte, eine Muschel und eine Portion Herzensweisheit. Die Zeit des Abschieds war gekommen. Kein trauriger sondern ein freudvoller Abschied. Die Bewohner des Planeten elfmalelf sangen und tanzten aus tiefster Seele für ihr mutiges Herzchen. Diese Schwingungen sollten sie sicher an ihr erstes Ziel bringen – ein wunderschöner Planet – genannt Erde.

Herzchen hatte vor ihrer Reise schon etwas recherchiert und herausgefunden, dass ein beliebtes Kommunikationsmittel auf der Erde das Schreiben war. Wenn man seine Gedanken mit anderen teilen wollte, so schreibt man dort wohl gerne einen Blog. So vereinbarte Herzchen mit ihren Lieben, dass sie, auf der Erde angekommen, einen Blog schreiben würde. So konnten die Bewohner ihres Heimatplaneten, ihrer Reise ein Stück weit folgen.

Herzchen schwebte durch‘s Universum, schlug wilde Loopings, sammelte Sternenstaub, rutschte freudig schreiend durch Wurmlöcher und flog mit Sternschnuppen um die Wette. Auf einmal stockte ihr der Atem – vor ihren Augen erstrahlte ein zauberhafter blauer Planet. Die Erde! Sie hatte es fast geschafft – die erste Etappe ihrer Reise war in greifbarer Nähe. Ehrfürchtig näherte sie sich der Erde, umrundete ihr anmutiges Sein. Da hörte sie eine warme, liebevolle Stimme: „Liebes Herzchen, sei willkommen. Ich habe schon lange auf Dich gewartet und freue mich sehr, dass Du den Mut gefunden hast, zu Deinem Herzen zu stehen und es gewagt hast, Dich auf die lange ungewisse Reise zu begeben. Sei versichert, ich begleite und nähre Dich mit meiner Liebe, egal was Dir auf Deiner Erdenreise begegnet. Erinnere Dich immer an das Licht in Deinem Herzen und den Segen Deiner Lieben, der Dich begleitet und schützt.“ Mutter Erde öffnete ein Tor durch das Herzchen fliegen konnte und so ganz sanft auf ihr landete.

Sie fand sich auf einer Lichtung wieder. Sattes Grün und farbenprächtige Blumen – so weit ihre Augen reichten. Wohltuende Düfte kitzelten ihre Nase und erfüllten sie so überwältigend, dass sie sich erst einmal ins weiche, warme Gras plumpsen ließ. Über ihr erstrahlte der blauer Himmel. Vögel sangen Konzerte. Die Zweige und Äste der Bäume tanzten im Wind. Und ja, da spitzte ein Reh hinter einem Baum hervor. Herzchen pulsierte vor Freude! Sie nahm einen tiefen Atemzug und jauchzte vor Freude. Wie gut das tat. „Danke Mutter Erde, dass ich Dein Gast sein darf!“

Herzchens Entdeckergeist war geweckt. Freudig stapfte sie durch Wiesen und Wälder, fand Freunde unter den Pflanzen und Tieren. Es war eine gute Reise. Während sie so ihrem Herzen folgend durch das Land streifte, veränderte sich allmählich ihre Umgebung. Erst fiel es ihr gar nicht auf, denn sie war so eifrig damit beschäftigt jedem kleinen Käfer und jeder Blume ein herzliches „Hallo“ zuzurufen und sich nach dem jeweiligen Befinden zu erkundigen.

Doch nach und nach verschwanden die Blumen und Bäume, auch zeigten sich immer weniger Tiere. Sie fühlte, wie ihr Herz mit jedem Schritt schwerer wurde. Auch das Atmen fiel schwerer. Um sie herum wurde es immer lauter. Da fuhren zum Teil riesige Gefährte mit vier Reifen an ihr vorbei und machten einen Höllenlärm. Der Wald wich Betonbauten, die wie überdimensionale, künstliche Bäume in den Himmel reichten. Sie tanzten nicht. Dazu kamen Wesen auf zwei Beinen, die durch graue Straßen liefen. Ohne aufeinander zu achten. Die meisten von ihnen hatten ein kleines viereckiges Ding in der Hand mit dem sie entweder sprachen oder wie wild darauf herumtippten.

Herzchen beobachtete dieses Treiben und wurde immer trauriger. Diese Wesen sahen einander nicht. Sie waren weit davon entfernt, einander ins Herz zu blicken und Freude miteinander zu teilen. Ab und zu blitzte eines dieser Wesen auf. Da war also noch Herzenswärme. Es gab ein paar „Exemplare“ unter diesen zweibeinigen Wesen, die sich ihr Licht erhalten hatten. Herzchen staunte. Wie schwierig es wohl sein musste, sich inmitten dieser künstlichen Welt Wärme zu bewahren. Sie nahm auf einer Parkbank Platz und beobachtete mit großen Augen.

Auf einmal spürte sie eine angenehme Schwingung. Neben ihr saß ein männliches Wesen, in einem menschlichen Körper, doch ausgestattet mit einem riesigen, leuchtenden Herzen. Einer derer, die sich die Herzenswärme bewahrt hatte. Sie erkannten einander, ohne Worte. Er fragte: „Du bist wohl neu hier. Kann ich Dir irgendwie helfen?“ Herzchen sagte: „Danke, dass Du mich bemerkt hast. Ja, wenn es für Dich in Ordnung ist, würde ich Dir gerne eine Frage stellen. All dies hier ist für mich so fremd und ich würde gerne mehr verstehen.“

Natürlich, sofern es mir möglich ist, beantworte ich Dir gerne Deine Frage.“ So ging Herzchen ganz tief in sich und fragte: „Mir ist aufgefallen, dass hier die meisten Wesen in so kleine viereckige Dinge sprechen. Warum tun sie das?“ Er antwortete: „Das ist schnellste Art der Kommunikation. Wir müssen im Prinzip ständig erreichbar sein, ohne einander dabei wirklich zu begegnen. Auch die Sprache die wir verwenden, wird mit diversen Zeichen „abgekürzt“. Kaum jemand nimmt sich die Zeit, die Sprache des Herzens zu sprechen, so wie Du das kennst.“

Herzchen wurde sehr nachdenklich. „Oh, das klingt so traurig. Wo bleibt die natürliche Verbindung zueinander? Ich kam an einem Ort voller Schönheit und Kraft an. Ich bin noch stets überwältigt von der Schönheit. Die Pflanzen dort waren voller Leben und Heilkraft. Die Tiere begegneten mir ohne Scheu und voller Freude. Ich fühlte mich so geborgen und durchströmt vom Glück. Aber hier fühlt es sich so kalt an.“

Ja,“ antwortete das männliche Wesen, „das hast Du sehr treffend beobachtet. Die Menschheit hat sich zu großen Teilen von der Natur entfernt. Oftmals ist die einzige Sprache, die uns noch im Herzen berührt und mit der natürlichen großen Harmonie verbindet, die universelle Sprache der Musik. Auch die Welt der Bücher schenkt uns die Möglichkeit, unserer selbst erschaffenen Realität der Trennung zu entfliehen und aufzutanken.“

Ah, verstehe“ entgegnete Herzchen, „die Menschen haben wohl vergessen, welch Reichtum sie umgibt und suchen Erleichterung in Realitäts-Fluchten.“ Dann platzte es aus ihr heraus: „Dabei wäre doch alles so einfach!! Ihr habt alle ein Herz. Erinnert euch daran. Erinnert auch an diese Kraft und an die Wärme, die sie schenkt. In eurem Herzen seid ihr mit allem was existiert verbunden, geliebt und geborgen. Außerdem schenkt euch die Natur eine Fülle an heilsamer Nahrung. Nährt euch damit. Es ist mehr als genug für alle da. Ihr müsstet euch nur erinnern und sie liebevoll wertschätzen und im Einklang mit ihr Handeln! Die Technik nicht an die erste Stelle setzen, sondern als erleichternde Unterstützung nutzen. Geht wieder raus in die Natur, kommuniziert mit ihr und miteinander, begegnet und achtet euch. Erfreut euch mit allen Sinnen an der Schönheit und dem Reichtum, den euch Mutter Erde schenkt!“

Da sprichst Du wahre Worte. Deshalb gibt es einige von uns, die sich erinnern und genau dies leben. Wir wollen damit Mutter Erde dankbar würdigen und das Licht im Herzen lebendig strahlen lassen. Im besten Falle entzünden wir dieses Licht auch im Herzen unserer Mitmenschen. Es ist manchmal ein beschwerlicher Weg, manchmal verlässt einen auch der Mut. Aber dann bekommt man unversehens einen Lichtblick geschenkt. So wie Dich und unsere Begegnung. Ich danke Dir von Herzen, dass wir uns begegnen durften und ich wünsche Dir viele dieser Herzensbegegnungen auf Deiner Reise.“

Wissend blickten sie einander wortlos direkt ins Herz. Von tiefem Verständnis erfüllt gingen sie ihrer Wege, in der Zuversicht, dass dies kein Abschied war….

Reinigung von emotionalen Giften

just-add-water-1885914_640
quelle: pixabay

Wie in meinem Beitrag zu Imbolc erzählt, ist der Monat Februar geradezu prädestiniert für eine umfassende Reinigung. Dazu zählt für mich ganz wesentlich auch das innere Reinemachen und Neuordnen. Gerade wenn wir in unserem Leben spüren, dass alte Muster nicht mehr wohltuend sind, sondern uns vielleicht sogar davon abhalten unserer Freude und Lebendigkeit zu folgen.

Unsere Beziehungen und familiären Strukturen, in die wir hinein geboren sind, bieten oftmals den Boden für die Entstehung dieser Muster. Im besten Fall sind wir in einem wertschätzenden und unterstützenden Umfeld aufgehoben. Vielleicht haben wir auch unterdrückende und respektlose Umgangsformen erfahren. In jedem Fall haben uns unsere Erfahrungen sowie die Empfindungen, die wir wahrgenommen haben, geprägt. Daraus sind Denk-/Empfindungs- und Verhaltensmuster entstanden. Trennung, Verlust, Nicht-Gesehen und -respektiert werden und die damit einhergehenden Empfindungen und Zustände erzeugen Stress.

Unser Gehirn, ja ich würde behaupten unser gesamter Organismus, ist darauf ausgerichtet in einer harmonischen Kohärenz zu schwingen. Um unsere Gesundheit zu sichern. Ist diese Kohärenz gestört, löst das immensen Stress in uns aus. Stress wiederum erzeugt Gifte. Mit diesen Giften muss nun unser Körper umgehen. Um eine harmonische Kohärenz herzustellen ist unser Gehirn, ja unser gesamter Körper, sehr kreativ. Wenn nun im Außen, z. Bsp. mit den Menschen die uns umgeben, diese Kohärenz nicht herstellbar ist, wird in uns abgespalten, unterdrückt oder ausgeblendet.

So hat man zumindest eine zeitlang das Gefühl, es wenigstens „aushalten“ zu können. In vielen Fällen wird dieses Aushalten zu einer Gewohnheit. Geist und Körper gewöhnen sich an diesen immens stressigen Zustand. Das wiederum bindet Lebenskraft, denn unser Körper ist ständig damit beschäftigt auszugleichen. Wir gehen oftmals unbewusst über unsere Grenzen, spüren uns an gewissen Punkten gar nicht mehr. Denn wir konzentrieren uns unbewusst auf das Ausblenden all jenem, was die momentane, so hart erkämpfte  Kohärenz gefährdet.  In den meisten Fällen bedeutet das, dass wir auf „Sparflamme“ fahren. Wir sind damit einverstanden, in einem minimalen, ansatzweise „sicheren“ Feld zu agieren. Oder in der Hauptsache zu reagieren.

Diese Abläufe geschehen meistens völlig unbewusst. Wir werden unter Umständen erst darauf aufmerksam, wenn wir uns seelisch oder körperlich unwohl fühlen oder das Leben uns direkt darauf weist. Gifte finden, wenn nicht ausgeschieden, z. Bsp. gerne in unserem Bindegewebe oder in den Neben- und Stirnhöhlen ihr „Depot“ und beschweren oder blockieren den Fluss unserer Lebensenergie. Was dies betrifft bin ich ein wahre Expertin ;-). Mit Anfang 20 hatten meine Stressgifte mein Immunsystem zerstört. Das hatte natürlich weitreichende Folgen. Meine Entgiftungsorgane waren total überlastet und so stand ich kurz vor der Dialyse.

Die gute Nachricht ist – soweit muss es  nicht kommen, denn unser wahrhaftiges Sein trägt eine gesunde, harmonische Kohärenz in sich, damit wir auch gesund lebendig sein können. An dieser können wir uns orientieren bzw. daran orientiert sich auch unser Organismus, wenn wir ihn lassen :-).

Wie kann ich nun ganz aktiv etwas dazu beitragen, den Stress zu reduzieren und wieder in meine Ordnung zu finden? Meine Lebensenergie wieder freier fließen zu lassen, mich klarer wahrzunehmen, meine Kohärenz wieder her zu stellen, ohne meine Kraft zu unterdrücken? Wie kann ich meine Ängste annehmen ohne mich von ihnen dominieren zu lassen?

Da hat wohl jeder Mensch seinen ganz eigenen Weg. Es gibt dafür kein „Patentrezept“. Aber es gibt verschiedene Werkzeuge, die bei Bedarf hilfreich und harmonisierend eingesetzt werden können. Ein solches Werkzeug möchte ich euch heute vorstellen. Es ist eine Atemtechnik aus dem Kundalini-Yoga, mit der ich sehr angenehme Erfahrungen gemacht habe.

Der Atem gilt von jeher in den verschiedensten Kulturen essentiell zur Erhaltung unserer Gesundheit und zur gesunden Entfaltung unseres Bewusstseins. Wir versorgen uns über unseren Atem mit mehr als nur mit „Sauerstoff“. Über eine bewusste Atmung können wir z. Bsp. unserem Körper direkt Ruhe vermitteln und Entspannung erzeugen. Ängste können sich so ganz leicht lösen. Des weiteren wirkt eine tiefe, ruhige Atmung wie eine Massage für unsere Organe, sorgt für eine bessere Durchblutung und Sauerstoffversorgung, bringt unsere Lebensenergie zum Fließen. Wenn wir uns dabei auf unser Herz, unser Zentrum, in einem inneren Zustand der Wertschätzung, Dankbarkeit, Liebe oder Freude konzentrieren, erhöht sich die Wirksamkeit. Denn unser Herz ist der Sitz unseres göttlichen Funkens, der alles beinhaltet was wir brauchen um ganz zu sein. Man nennt dies „Herz-Kohärenz“.

Die folgende Übung bezieht mehrere Ebenen unseres Sein mit ein. Es gibt eine Mudra (eine heilige Handhaltung, bedeutet übersetzt soviel wie „das, was Freude bringt“) sowie ein begleitendes Mantra. Mich tragen Klänge immer sehr liebevoll durch meine inneren Prozesse, vielleicht geht es euch ja ähnlich.

Die Handhaltung:

  • Du führst Deine Hände zueinander, so dass sich die Fingerspitzen jeweils berühren (d. h. Daumen auf Daumen, Zeigefinger auf Zeigefinger usw., spreizt sie etwas, so das Raum zwischen den Fingern entsteht. Sieht ein bisschen aus wie ein Häuserdach :-))
  • Die Finger sind dabei gerade – nicht überstreckt oder gebogen
  • Nun führst Du in dieser Haltung Deine Hände vor Dein Herz, so dass die Daumen sanft auf Deinem Brustbein aufliegen. Die restlichen Finger zeigen in dieser geschlossen Haltung nach vorne, von Dir weg

Die Atmung:

Die Atemtechnik besteht aus 3 Zyklen. Du atmest ca. 5 Sekunden lang gleichmäßig über Deine Nase ein. Dann hälst Du ca. 5 Sekunden lang Deinen Atem an. Anschließend atmest Du ca. 5 Sekunden lang über Deine Nase aus. Im Anschluss an das Ausatmen beginnt der Zyklus mit einem erneuten ca 5-sekündigen Einatmen usw.

Das Mantra:

Das das Mitzählen für mich sehr aufwendig erscheint und ich mich im Klang sehr viel leichter auf den Fluss der Atmung konzentrieren kann, hier das dazugehörige Mantra:

Es ist das SA TA NA MA – Mantra und verbindet uns mit der Wahrhaftigkeit unseres Seins. Es umfasst den gesamten Zyklus des Werdens und Vergehens auf allen Seinsebenen. Dies ist die ungefähre Übersetzung:

SA = Unendlichkeit, Gesamtheit des Kosmos

TA = Leben (Geburt der Form aus der Unendlichkeit)

NA = Tod (oder Transformation)

MA = Wiedergeburt

Es ist die Essenz des Mantras SAT  NAM (= Wahrhaftigkeit ist mein Name). Dieses Mantra gleicht unsere Gehirnhälften aus, schenkt uns Ruhe und Ausgeglichenheit. In diesem Zustand ist es soviel leichter, den eigenen Weg geklärt zu erkennen und zu beschreiten. Mantren liegen sehr ausgefeilte Klangschwingungsverhältnisse zugrunde, die eine tiefe Ordnung ins uns bewirken können.

So könnt ihr eure Atmung auf das SA TA NA MA einschwingen:

Ein SA TA NA MA lang EINATMEN

Ein SA TA NA MA lang HALTEN

Ein SA TA NA MA lang AUSATMEN

…und direkt anschließend ans Ausatmen wieder von vorne beginnen. Ihr könnt dies so kurz oder so lange wie ihr wünscht praktizieren. Die Aufnahme des Mantras dauert über 30 Minuten, so dass ihr wunderbar variieren könnt. Spürt einfach, wann ihr zur Ruhe kommt, wann sich ein ruhiger, tiefer Atemfluss einstellt und der Geist zur Ruhe findet. Beobachtet einfach euren Atem, spürt wie sich der Fluss anfühlt, wie sich euer Körper anfühlt. Ihr müsst dabei nicht an Vergangenes denken, die Harmonisierung geschieht ganz von selbst. Sollten Erinnerungen oder Empfindungen auftauchen, lasst sie einfach mit eurem Atem fließen.

Hier der Ablauf auf einen Blick:

  • Mache es Dir sitzend bequem, so dass Du dich wohl fühlst. Der Rücken sollte möglichst gerade und entspannt sein. Schalte Dein Handy aus und sorge dafür, dass Du ungestört bist.
  • Handhaltung einnehmen und liebevoll wertschätzende Aufmerksamkeit auf das Herzzentrum richten. Fühle die Wertschätzung, Dankbarkeit, Liebe oder Freude in Deinem Herzen
  • Im genannten Rhythmus Atmen, wenn gewünscht auch unter zu Hilfenahme des Mantras
  • Atmet so lange es euch wohl tut – das können 2 -3 Minuten sein, aber 11 oder 30….
  • Offiziell wird bei dieser Reinigungs-Übung auch eine bestimmte Augenhaltung eingenommen: Die Augen blicken auf die Nasenspitze und sind dabei fast geschlossen. Ich schließe meine Augen gerne vollständig und konzentriere mich dabei auf meine Nasenspitze.
  • Zum Abschluss atmet 1 x tief ein und aus, löst die Handhaltung und spürt in eurem Körper nach. Wie fühlt es sich jetzt an?
  • Wenn ihr eure Augen wieder geöffnet habt, könnt ihr sie „rollen“ lassen – sozusagen in alle Achsen blicken: nach links oben und unten, Mitte unten, rechts unten und oben, Mitte oben etc. Auch dies ist eine fließende Bewegung.

Es ist immer wieder wunderschön in meinen Seminaren die vorher – nachher Ausstrahlung meiner TeilnehmerInnen bewundern zu dürfen :-). Ich wünsche euch mit dieser Atemübung entspanntes und Kraft spendendes „Reinemachen“, auf das euer inneres Licht immer freier und ungetrübt strahlt. Solltet ihr Fragen zu der Übung haben – fühlt euch frei bei mir nachzufragen :-).

model-1955513_640
quelle: pixabay

 

Neubeginn

sylvester_-23
copyright marinus speksnijder

Ihr Lieben, ich hoffe, ihr seid wohlbehalten in 2017 angekommen und wünsche euch von Herzen ein wundervolles neues Jahr!

So ein Neubeginn lädt ein, Rückschau zu halten und eine Aktualisierung des  Standortes durchzuführen. Was ist stärkend in meinem Leben? Welche Situationen und Herausforderungen haben mich wachsen lassen? Was blockiert mich in meinem Leben? Sind es Glaubenssätze, Vorstellungen, Situationen oder Verbindungen? Bin ich bereit Veränderungen vorzunehmen? Was dient meiner Gesundheit – ob körperlich oder geistig? Was nährt mich?

So ein inneres „Reinemachen“ ist für eine geklärte Ausrichtung sehr förderlich. Wir dürfen uns von Ballast befreien, die Segel setzen und mit dem Fluss des Lebens fließen. Das geht viel leichter, wenn wir mit einer klaren Ausrichtung ins neue Jahr starten. Auch Kursänderungen fallen leicht, wenn das Ziel klar ist. Streiten sich Herz und Verstand, was nun der „richtige“ Kurs ist – verfügen wir glücklicherweise über eine sehr weise Instanz die wir befragen können, wenn Kopf und Bauch im Konflikt sind.

Beziehen wir uns auf unsere Seelenessenz, denn diese schenkt uns immer den entscheidenden wahrhaftigen Impuls. So befrieden wir unsere inneren Konflikte. Wir finden in uns in den Frieden und das ist der erste Schritt, damit äußerer Frieden entstehen kann.

Eine kleine Übung, die mir hilft, Klarheit im Kopf-Bauch-Konflikt zu finden, ist folgende Betrachtungsweise: Ich versetze mich gedanklich in die Situation für die ich eine Lösung/Klärung wünsche. Ich stelle mir bildhaft verschiedene Möglichkeiten vor, aus verschiedenen Perspektiven. Ich beobachte mich und meine körperlichen Empfindungen dabei (nehme dabei also die Position einer unbeteiligten Beobachterin ein, stellt euch z. Bsp. vor ihr sitzt auf einem Hügel/Berg und beobachtet euch in der Situation von oben) um heraus zu finden, bei welcher Möglichkeit bzw. Perspektive der größte freudige Sog entsteht. Was zieht mich freudig an, auch wenn ich vielleicht Angst vor dem Schritt ins Ungewisse habe? So fördern wir eine ausgewogene innere Kommunikation, bei der Kopf und Bauch gleichermaßen einbezogen werden und die Weisheit unserer Seelenessenz wirksam werden kann, denn – sie zeigt den Weg der Freude, der Leichtigkeit. Ohne dem Kopf oder dem Bauch die Existenzberechtigung abzusprechen, sich auf nur eine oder zwei Möglichkeiten zu fixieren oder gar wichtigen Lernthemen auszuweichen. Sie schenkt uns die Freude, auch den steinigen, unbequemen Weg zu gehen, der uns zu unseren Schätzen führt.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein friedliches, freudiges, gesundes und liebevolles neues Jahr! Erlauben wir uns in diesem Jahr immer wieder kleine neue Anfänge zu wagen, ausgetretene Pfade zu verlassen, unerschrocken und voller Freude unsere inneren Schätze zu bergen und sie strahlend mit der Welt zu teilen. Reichen wir der Angst liebevoll unsere Hand und begleiten sie in die Liebe.

Für mich ist das Aufschreiben und Teilen meiner Gedanken und Sichtweisen ein großer Schritt heraus aus meiner „Komfortzone“. Ich danke euch von Herzen, dass ihr mir eure Aufmerksamkeit schenkt und einen sehr bereichernden, stärkenden und inspirierenden Austausch ermöglicht!

sylvester_-15
copyright marinus speksnijder

 

Frohe Weihnachten

aurora-1197753_640
quelle: pixabay

„Man kann gar nicht oft genug im Leben das Gefühl des Anfangs in sich aufwecken, es ist so wenig äußere Veränderung dafür nötig, denn wir verändern ja die Welt von unserem Herzen aus, will dieses nur neu und unermesslich sein, so ist sie sofort wie am Tage ihrer Schöpfung und unendlich.“
― Rainer Maria Rilke

 

Ihr Lieben, ich wünsche euch von Herzen frohe, besinnliche und freudige Weihnachtstage! Ich wünsche euch, dass ihr das Licht in euch spüren könnt. Das Licht, das uns alle verbindet und in unseren Herzen zu Hause ist, verstärkt zu fühlen und sich darauf zu besinnen, schenkt tiefe Freude und Frieden. Mit diesem Licht tatsächlich und untrennbar verbunden zu sein schenkt Sicherheit und Stabilität. Es ist eine unermessliche Fülle, die wir in uns tragen. Diese Fülle fried- und liebevoll zu teilen, schenkt noch größere Erfüllung. Besinnen wir uns auf diese Fülle, die währt und wahrhaftig ist.

Schenken wir uns Zeit und Aufmerksamkeit. Teilen wir unsere Gedanken, Hoffnungen und Sorgen. Es wird durch die wechselseitige Annahme leichter. Begrüßen und feiern wir das Licht in uns und lassen es hinaus strahlen in diese Welt, die es gerade so dringend benötigt. Wir können wirklich etwas verändern – nur mal so für den Verstand 😉 – das elektromagnetische Energiefeld unseres Herzens ist etwa 5000-fach stärker als das unseres Gehirns! Beide zusammengenommen, tragen wahrhaftig kraftvolle Möglichkeiten der Veränderung in sich.  Lassen wir dieses Licht fortwährend strahlen, nicht nur an Weihnachten. Nehmen wir es mit ins neue Jahr, erinnern wir uns immer wieder daran, auch wenn es uns mal nicht so gut geht. Vielleicht sind wir hin und wieder all-ein, damit wir uns klarer spüren und erkennen, mit uns selbst in Frieden finden können. Wir sind verbunden, nie einsam.